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24.06.2008  | Aktualisiert 24.06.2008, 22:43 Uhr 
Marktbericht New York

Wall Street schließt nach Zwischenhoch im Minus

Neu entflammte Konjunktursorgen haben den US-Börsen am Dienstag Verluste beschert. Die jüngsten Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA und eine Gewinnwarnung des US-Paketdienstes UPS belasteten die Stimmung. Dabei brachte der Dienstag zunächst gute Nachrichten.

Verluste nach dem Zwischenhoch: Finanzwerte allein konnten das Minus nicht verhindern. Foto: apLupe

Verluste nach dem Zwischenhoch: Finanzwerte allein konnten das Minus nicht verhindern. Foto: ap

HB NEW YORK. Finanzwerte erholten sich nach ihren jüngsten Verlusten und sorgten im Tagesverlauf zwischenzeitlich für eine Aufwärtsbewegung. Viele Anleger schielten allerdings zudem bereits auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch und hielten sich beim Handel zurück.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,3 Prozent leichter bei 11 807 Punkten aus dem Handel. Das Marktbarometer bewegte sich im Tagesverlauf zwischen 11 725 und 11 904 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss ebenfalls 0,3 Prozent im Minus bei 1314 Zählern, der Technologie-Index Nasdaq verlor 0,7 Prozent auf 2368 Punkte. In Frankfurt hatte der Dax 0,8 Prozent im Minus bei 6536 Punkten geschlossen.

Die neuen Konjunkturdaten dämpften in New York die Kauflaune. Demnach ist die Stimmung der US-Verbraucher wegen der rasant steigenden Preise so schlecht wie seit 16 Jahren nicht mehr. Auch auf dem Häusermarkt sieht es neuen Erhebungen zufolge nicht nach Entspannung aus: Der Preisverfall bei Wohnimmobilien setzte sich im April mit Rekordgeschwindigkeit fort. UPS senkte am Dienstag seine Prognose für das zweite Quartal. Der US-Partner der Deutschen Post machte hierfür die hohen Energiekosten und den Einbruch bei der Luftpost-Nachfrage verantwortlich. Erst vor wenigen Tagen hatte der Rivale Fedex die Märkte mit einem düsteren Ausblick schockiert. UPS-Papiere fielen bis zum Handelsschluss um sechs Prozent. Die Geschäfte der US-Postdienstleister finden an den Börsen besondere Beachtung, weil sie als Barometer für den Zustand der gesamten Wirtschaft gelten. Mit dem Beginn der Zinsberatungen in der US-Federal Reserve rückte auch wieder die Gefahr steigender Kreditkosten ins Bewusstsein der Anleger. Die Fed dürfte zwar am Mittwoch nach einhelliger Meinung der Marktteilnehmer keine Zinsänderung beschließen. Allerdings könnte sie in ihrer Erklärung eindringlicher als bislang vor Inflationsgefahren warnen und damit eine baldige Straffung der Geldpolitik signalisieren.

Zu den Börsengewinnern gehörten am Dienstag jedoch die Finanzwerte: Schnäppchenjäger stürzten sich auf die Aktien von Banken, die in den vergangenen Tagen Verluste verbucht hatten. „Es scheint ganz so als stünde uns ein Kursanstieg bevor, besonders bei den Finanzwerten“, sagte Carl Birkelbach von Birkelbach Management. Citigroup-Papiere schlossen 1,6 Prozent im Plus, die Aktie von Goldman Sachs legte knapp zwei Prozent zu, die von Lehman Brothers gar fast sieben Prozent.

Für Wirbel sorgten widersprüchliche Berichte über angebliche neue Übernahmegespräche zwischen Microsoft und Yahoo. Sie ließen die Yahoo-Aktie kurzzeitig um über neun Prozent steigen. Das Papier musste seine Gewinne jedoch weitgehend wieder abgeben und endete 2,8 Prozent fester. Die Microsoft-Aktie schloss 0,9 Prozent schwächer.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,33 Mrd. Aktien den Besitzer. 967 Werte legten zu, 2170 gaben nach und 95 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,17 Mrd. Aktien 779 im Plus, 2089 im Minus und 136 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 17/32 auf 98-6/32. Sie rentierten mit 4,099 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 27/32 auf 95-19/32 und hatten eine Rendite von 4,649 Prozent.

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