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23.07.2008 
Marktbericht: New York

Wall Street schließt fester und hofft auf Ende der Krise

In der Hoffnung auf ein Ende der Hypothekenkrise haben die US-Börsen am Mittwoch leicht im Plus geschlossen. Gründe waren die Ankündigung von US-Präsident George W. Buch, ein Rettungspaket für die angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac zu unterzeichnen sowie der weiter sinkende Ölpreis. Aber es gab auch schlechte Nachrichten.

Die US-Futures deuten auf weiter steigende Kurse an der Wall Street. Foto: dpa.Lupe

Die US-Futures deuten auf weiter steigende Kurse an der Wall Street. Foto: dpa.

HB NEW YORK. Enttäuscht waren die Händler von den durchwachsenen Geschäftszahlen einiger Großkonzerne sowie dem Konjunkturbericht der US-Notenbank. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent fester bei 11 632 Punkten, nachdem er sich im Verlauf zwischen 11 558 und 11 698 Stellen bewegt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,4 Prozent auf 1282 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,9 Prozent auf 2325 Punkte. Der Dax hatte in Frankfurt rund 1,5 Prozent fester bei 6536 Zählern geschlossen.

Fannie Mae und Freddie Mac legten jeweils um über elf Prozent zu. "Das Immobilien-Rettungspaket ist sicherlich auch für den Bankensektor hilfreich. Und die Aktien von Fannie Mae und Freddie Mac müssen nicht weiter abgewertet werden", sagte Händler James Rosenthal von Punk Ziegel & Company. In der Hoffnung auf eine Beruhigung auf den Hypotheken- und Kreditmärkten legten auch einige Banktitel zu. Die Papiere der Bank of America gewannen über drei Prozent. Der Ölpreis sank um rund über vier Prozent auf 124 Dollar pro Barrel, nachdem die US-Regierung über einen Anstieg der heimischen Benzin-Lagerbestände informiert hatte. Damit lag der US-Ölpreis rund 20 Dollar unter den jüngsten Höchstständen. "Das Finanzsystem scheint sich stabilisiert zu haben, jetzt treibt vor allem der Ölpreis die Märkte an", sagte Analyst Peter Jankovskis von OakBrook Investments.

Bei den US-Unternehmen hielten sich gute und schlechte Nachrichten die Waage. Positiv stach vor allem der Mac-, iPhone- und iPod-Hersteller Apple heraus, der zuletzt mit seinem Ausblick enttäuscht hatte. Der US-Telekom-Konzern AT&T erklärte, die Nachfrage nach dem neuen iPhone sei bisher extrem hoch. Apple-Aktien gewannen daraufhin gut zwei Prozent. Die Papiere von AT&T legten knapp vier Prozent, weil das Unternehmen auch überzeugende Quartalszahlen vorlegte. Der Titel des weltgrößten Pharmakonzerns Pfizer gehörte nach einer Gewinnverdoppelung mit einem Plus von knapp vier Prozent ebenfalls zu den Gewinnern. Andere Konzerne enttäuschten. Die Schnellrestaurantkette McDonald's schrieb zwar im Frühjahr mit einem Gewinn von 1,2 Mrd. Dollar wieder schwarze Zahlen, aber die Börsianer hatten offenbar mehr erwartet: Die Titel fielen knapp ein Prozent.

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