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06.09.2008 
Marktbericht New York

Wall Street erholt sich von Rückschlag

Schlechte Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben zum Wochenausklang die Wall Street belastet. Doch es gibt nicht nur Verlierer. Ausgerechnet eine Brache, die es zurzeit schwer hat, verhalf dem Dow-Jones-Index zum Schluss ins Plus.

HB NEW YORK. Zu den größten Gewinnern gehörten die zuletzt stark gebeutelten US-Banken. Negative Meldungen gab es dagegen vom amerikanischen Arbeitsmarkt. Ein überraschend deutlicher Anstieg der Arbeitslosenquote verstärkte unter Händlern die Befürchtung, dass die Flaute der US-Wirtschaft noch länger andauern könnte. Unter Druck standen nach schlechten Nachrichten des finnischen Handyhersteller Nokia Titel aus dem Telekommunikationssektor. Dagegen sorgten in der Tabakbranche Übernahmegerüchte für steigende Kurse.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Ende 0,3 Prozent fester bei 11 220 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 11 037 und 11 245 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,4 Prozent auf 1 242 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag dagegen 0,1 Prozent im Minus bei 2 255 Stellen. In Frankfurt hatte der Dax am Freitag 2,4 Prozent tiefer bei 6 127 Punkten geschlossen. Im Wochenverlauf verlor der Dow 2,8 Prozent und der S&P 3,2 Prozent. Der Nasdaq fiel um 4,7 Prozent und verbuchte damit den größten Wochenverlust seit Januar.

Weil Investoren ihr Geld aus dem Energie-, Rohstoff- und Technologiesektor abzogen, legten die Papiere der Banken zu. Bank of America gewannen 5,3 Prozent, JP Morgan 4,5 Prozent und Morgan Stanley 2,5 Prozent. Die Aktien des Instituts Wachovia schossen sogar 7,9 Prozent nach oben. Auch für die angeschlagene US-Bank Lehman Brothers gab es gute Neuigkeiten. KKR und Blackstone haben einem Bericht zufolge Interesse am Kauf von Teilen des Immobiliengeschäfts sowie der Vermögensverwaltung von Lehman. Die Aktien des Instituts verteuerten sich daraufhin um 6,8 Prozent.

Zu den Gewinnern zählte auch der Tabakhersteller UST, dessen Papiere über ein Viertel in die Höhe schossen. Zuvor war aus Kreisen verlautet, der Marlboro-Hersteller Altria führe Übernahmegespräche mit UTS. Laut "New York Times" könnte bereits am Montag ein rund zehn Mrd. Dollar teurer Deal unter Dach und Fach gebracht werden. Die Altria-Titel schlossen 1,4 Prozent im Plus. Dell-Papiere profitierten von der Nachricht, dass der weltweit zweitgrößte Computerhersteller auf seinem Sparkurs wohl Fabriken verkaufen will. Dell-Papiere legten 0,6 Prozent zu.

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