Im MDax stiegen die Aktien von Douglas 0,59 Prozent auf 30,91 Euro. Der Handelskonzern steigert seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 erwartungsgemäß um 4,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. GEA Group hielten sich mit minus 2,34 Prozent auf 11,26 Euro besser als der Markt. Der Maschinenbaukonzern verzeichnete entgegen dem Branchentrend im dritten Quartal mehr Bestellungen als vor einem Jahr und bestätigte zudem seine Jahresprognose.
Im TecDax sackten Solarwerte mit teils zweistelligen Kurseinbrüchen ab. Conergy gaben 18,62 Prozent auf 3,06 Euro ab. SMA Solar rutschten um 16,68 Prozent 42,91 Euro ab. SolarWorld konnten ihre Verluste nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms etwas reduzieren schlossen aber mit einem Minus von 5,28 Prozent auf 19,74 Euro.
Die neuen Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) belegten, wie hart die Finanzkrise die Weltwirtschaft voraussichtlich treffen wird: Die Wirtschaft in Europa und den USA wird den Prognosen zufolge im kommenden Jahr so gut wie gar nicht mehr wachsen, auch in Deutschland erwarten die Experten eine Stagnation. Wie die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr, wird die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für 2009 ebenfalls von bislang 1,2 auf unter 0,5 Prozent senken. Es werde ein „langer und beschwerlicher“ Weg, bis sich die Turbulenzen beruhigen und das Vertrauen an die Märkte zurückkehre, sagten die IWF-Experten voraus. Der IWF rechnet mittlerweile damit, dass die Finanzkrise weltweit zu Verlusten von 1,4 Billionen Dollar führen wird. Neben den Notenbanken setzten auch die Regierungen ihre zunehmend verzweifelten Rettungsversuche fort: Die Milliarden-Finanzspritze der britischen Regierung wurde von den Banken begrüßt. Der französische Ministerpräsident Francois Fillon sagte, auch seine Regierung sei zu einem vorübergehenden Einstieg bei den Banken bereit. Die Bundesregierung setzt dagegen weiter auf Einzelfalllösungen für in Schieflage kommende Banken.
Die G7-Finanzminister und Notenbankchefs wollen bei ihrem Treffen am Freitag unter anderem neue Bilanzregeln erwägen, um den Banken weitere Milliarden-Abschreibungen zu ersparen. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück schlug in einem Brief an die G7-Ressortchefs hierzu Schritte zur Stabilisierung des Weltfinanzsystems vor. Die Welt ist laut Steinbrück noch nicht einmal annähernd aus dem Gröbsten heraus: „Es gibt bisher keine Anzeichen, wann diese Krise enden könnte“.

