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20.11.2008 
Markt-Monitor

Dax: Der nächste Schock kommt bestimmt!

von Christian Schnell

Erst die Banken, dann die Auto-Hersteller, jetzt mit BASF der weltgrößte Chemie-Hersteller, der die Märkte schockiert. Dass in diesem Mix aus Rezessionsangst und täglich immer neuen Schreckensmeldungen aus Branchen, die vor Wochen noch als robust galten, die Märkte weiter in Richtung Jahrestief abgleiten, verwundert nicht. Heute kam zwar bis auf den enttäuschenden Autovermieter Sixt nichts aus dieser Richtung, die Spirale ist jedoch in Gang gesetzt und lässt sich nicht so schnell wieder aufhalten. Stattdessen gehen die Mutmaßungen jetzt dahin, welche Branche, welches Unternehmen, welche Produkte als nächste von der Krise erfasst werden. Zweifellos hat es mit den Finanz- und Autotiteln die Kernbranchen im Dax bereits erwischt.

Langläufig könnte deshalb die Meinung herrschen, dass die Schwergewichte den Index bereits weit nach unten gerissen haben und deswegen nicht mehr allzu viel Schlimmes folgen kann. Tatsache ist indes, dass diese Schwergewichte inzwischen gar nicht mehr als solche bezeichnet werden können. Das meiste Gewicht auf der Dax-Waage bringen inzwischen Eon, VW, Bayer und die Deutsche Telekom auf. Und gerade die haben in den vergangenen Wochen mit Ausnahme des Sonderfalls VW zwar auch verloren, jedoch nicht in dem Maß, wie es bei den beiden viel gescholtenen Branchen Auto und Finanzen der Fall ist. Auch mussten sie nicht diese Hiobsbotschaften verkünden, die von dort kamen.

Dass der Tiefpunkt an den Märkten damit schon erreicht ist, wie vielerorts bereits gemutmaßt wird, ist unwahrscheinlich. Als Störfaktoren könnten sich genau diese vier Aktien darstellen, die heute ohne nennenswerten Grund teilweise im Rahmen des Gesamtmarktes verlieren. Sollten von diesen Unternehmen tatsächlich in nächster Zeit noch nennenswerte Gründe kommen, dann würden diese bislang mehr oder weniger soliden Werte auch noch kräftig gebeutelt. Und den Dax noch einmal einen deutlichen Tritt nach unten geben.

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NAME EINSTUFUNG  DIFFERENZ
ALCOA INC  neutral +43.46%
ENEL  sell -3.64%
HOCHTIEF AG  buy +6.57%
AIR BERLIN PLC  sell -25.05%
SHIRE  buy +16.84%
NEXT  sell -16.26%
IMPERIAL TOBACCO...  neutral +12.39%
PEUGEOT SA  neutral +37.58%
KRONES AG  buy +17.04%
ABB LTD  sell -26.51%