Die Erstnotiz von Envitec
Biogas verlief heute Morgen so, wie die Stimmung gegenüber der Aktie bereits während der Zeichnungsfrist war: Äußerst freundlich.
FRANKFURT. Und weil nun alle - also sowohl Emittenten als auch Investoren - wochenlang so freundlich waren, wollte das Management des Anlagenbauers aus dem niedersächsischen Löhne bei der Preisfestsetzung auch nicht als übertrieben gierig wirken, sondern hat diesen "nur" in der Mitte der Preisspanne von 42 bis 52 Euro festgelegt. Damit blieb Luft nach oben. Das zeigte gleich der erste Börsenkurs. Die zu 47 Euro ausgegebenen Aktien schafften gleich einen ersten Börsenkurs von 50,50 Euro. Danach ging es sogar bis auf knapp 52 Euro hoch.
Kein Zweifel, das EnvitecEin Grund dafür, dass Envitec
bei der Preisfindung nicht überreizt hat, liegt sicherlich die Aktienbewertung des schärfsten Konkurrenten Schmack Biogas
. Mit dem lag man mit dem Ausgabepreis von 47 Euro gleich auf und musste sich also nicht vorrechnen lassen, dass man künftig am Aktienmarkt gleiches für weniger Geld bekommt. Es ist stattdessen eher umgekehrt gekommen: Weil Envitec
gleich so gut lief, zog auch der Schmack-Kurs an.
Für die Börse sind beide allemal ein Gewinn. Nachdem die einst hoch gelobten Biosprit-Werte zuletzt allesamt enttäuscht haben, genießt Biogas wegen hoher Wachstumsraten, marktführender Technik und kurzer Wege zur Landwirtschaft großes Ansehen. Nach Wind und Sonne dürfte sich damit einen weitere Branche im Sektor der Regenerativen Energien etablieren.
