De facto sind Fannie Mae
und Freddie Mac
, die beiden halb-offiziellen Baufinanzierungsriesen der USA, eigentlich schon verstaatlicht. Der Staat hat ihnen praktisch uneingeschränkte Unterstützung zugesagt. In der Hoffnung, dass diese Sicherheit genügend privates Geld anzieht, so dass er im Endeffekt gar nicht einspringen müsste. Aber genau das funktioniert nicht. Deswegen stehen Aktien wie Anleihen der beiden Institute schwer unter Druck. Vor allem, so lange keiner weiß, wie es weitergeht.
Jetzt dürfte es nur noch um die Details einer noch weiter gehenden Verstaatlichung gehen. Dabei haben die Politiker die Pflicht, das Geld der Steuerzahler zu schonen - und das nehmen sie in den USA ernster als bei uns bei der IKB
. Konsequent müsste eine Verstaatlichung also so aussehen, dass die privaten Investoren, die der Staat zuletzt noch mit seinen Zusagen beruhigen wollte, in die Röhre schauen. Kein Wunder also, dass die Investoren nervös werden. Aber wenn das ganze Verfahren durch, ist, trägt das letztlich vielleicht sogar zur Beruhigung der Märkte bei.
