Tabelle: Details zu den Afrika-Zertifikaten. Zur Vollansicht bitte anklicken. Quelle: Handelsblatt ZertifikateNews.
Nur mit dem endlos laufenden Indexprodukt von ABN konnten Zertifikateanleger bisher gezielt auf eine Auswahl afrikanischer (Rohstoff-)Konzerne außerhalb Südafrikas setzen. Dass sich die Konzentration auf diese Länder lohnen kann, zeigt ein Blick auf die Entwicklung des Papiers im Vergleich zum Leitindex Südafrikas und des Zertifikats der Commerzbank. Seit der Emission im April konnte es sowohl den Index, als auch das Konkurrenzprodukt leicht outperformen.
Den Zugang zu einer neuen, „aufstrebenden Generation afrikanischer Schwellenländer mit hohem Wachstumspotenzial“ soll nun die Neuemission von DWS Go ermöglichen. Das Open-End-Produkt, das noch bis zum 5. November gezeichnet werden kann, partizipiert an der Wertentwicklung eines eigens für das Zertifikat konzipierten Fonds. Er investiert bei Auflegung in folgende Märkte: Tunesien, Nigeria, Marokko und Ägypten. Ab Anfang 2008 erweitert sich das Anlageuniversum um Unternehmen aus Kenia, Sambia, Ghana und Senegal.
Die Investitionsmöglichkeit in dieses exotische Zertifikate-Neuland lässt sich die Emittentin allerdings teuer bezahlten. Während für die bisher gehandelten Produkte von den Banken maximal ein Prozent jährliche Managementgebühren einbehalten werden, langt die DWS Go kräftiger zu: Neben überdurchschnittlichen Gebühren in Höhe von zwei Prozent p. a. soll der Spread des Zertifikats – also die Handelsspanne zwischen Geld- und Briefkurs - bis zu vier Prozent betragen.
Anleger, die sich hiervon nicht abschrecken lassen und in dem Produkt eine interessante Depotbeimischung sehen, dürfen ein spezielles Risiko nicht außer Acht lassen, das alle Afrika-Investments gemein haben: Die Börsen des zweitgrößten Kontinents sind äußerst anfällig für lokale Krisen, egal ob klimatisch oder politisch bedingt.
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