Wer die steuerliche Betrachtung ignoriert, kann vergleichbare Jahresrenditen zwischen fünf und acht Prozent sogar über vier Jahre einstreichen und den Basiswerten einen Puffer von 45 Prozent zubilligen. Im Klartext: Die Aktie oder der Index dürfen sich maximal knapp halbieren, und Anleger kämen dennoch in den Genuss der Bonuszahlung.
Zwar muten diese Renditen nicht überragend an. Abstriche gegenüber einem Direktengagement müssen Anleger jedoch nur bei den Dividendenzahlungen machen, die für sie entfallen. Nach oben sind die Kurschancen unbegrenzt, sollten die Aktien also in den kommenden Jahren ihren Höhenflug fortsetzen.
Der Grund für die im Vergleich zum Direktengagement derzeit attraktiven Konditionen der Deep-Papiere ist der natürliche Feind vieler Zertifikatehalter: Die von den Marktteilnehmern erwartete Volatilität. Das sind die künftigen Schwankungen von Wertpapieren. Je höher die erwartete Volatilität, desto höher ist auch das rechnerische Risiko, dass im Zuge starker Schwankungen die untere Barriere eines Bonuszertifikats verletzt wird.
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Eben jene erwartete Volatilität ist an den Märkten in den vergangenen Monaten nach Jahren der besinnlichen Ruhe und moderaten Kurssteigerungen wieder deutlich gestiegen. Das schlägt sich in besseren Konditionen der Bonuszertifikate nieder, da ja die Halter der Zertifikate letztlich das Risiko eines Schwellenriss tragen.
Der Nachteil: Klassische Deep-Bonuszertifikate auf den mit Abstand populärsten Basiswert in Deutschland, den Aktienindex Dax, gibt es nicht, da der Dax als Performanceindex berechnet wird, in den alle Dividenden einfließen. So fehlt die für Emittenten wichtige Finanzierungsquelle der Bonusstruktur. Bonuszertifikate auf den Dax sind daher stets mit einem „Cap“ ausgestattet, das heißt, die maximale Rückzahlung ist mit diesen Bonus Cap-Zertifikaten vor vorneherein im Gegensatz zu den klassischen Zertifikaten begrenzt.
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