Fußangeln in Fernost
Systeme: In Schwellenländern müssen Anleger immer mit unvorhergesehenen Ereignissen rechnen. Instabile politische Systeme, staatliche Eingriffe in Unternehmen und Kapitalmärkte sowie eine ungenügende Börsen- und Finanzaufsicht erhöhen das Risiko der Investition. Auch plötzliche Beschränkungen des Kapitalverkehrs sind nicht auszuschließen.
Schwankungen: Die geringe Liquidität an vielen kleineren Börsenplätzen macht die Kurse anfällig für starke Kursausschläge. So wie Investoren schon mit kleineren Orders stärkere Kursbewegungen auslösen können, drohen umgekehrt heftige Rückschläge, wenn sich Anleger zurückziehen.
Handelsaussetzungen: Im Extremfall sind die Schwankungen so stark, dass die Emittenten eine Markt- störung feststellen und den Handel mit ihren Zertifikaten vorübergehend aussetzen. In den Wertpapierprospekten behalten sich alle Banken dieses Recht vor. Anleger haben in diesem Fall keine Chance, ihr Geld durch Verkäufe zu retten.
Timing: Die Hausse der Schwellenländer währt nun bereits sechs Jahre. Der Trend zu illiquiden Nischeninvestments ist typisch für Spätzüge einer Rally. Anleger sollten daher Fehler einplanen: Spekulanten mit Stop-Loss-Orders, Investoren durch kleine Investments.
Quelle: New Investor



