Die UBS
beobachtet kontinuierlich sowohl Renditechancen ihrer Discountpapiere als auch Höhe des Caps, den Anleger auswählen. Das täglich aktualisierte UBS-Discount
-Barometer
zeigt die Renditechancen der eigenen "Rabattpapiere" anhand unterschiedlich hoher Caps. Dieses Barometer notiert derzeit auf Rekordniveau. So sind bei einem Höchstbetrag, der 30 Prozent unterhalb der aktuellen Dax-Notierung liegt, derzeit Renditen von mehr als 6 Prozent p.a. möglich. Die Laufzeit beträgt stets ein Jahr. Bei der Wahl des Caps mit dem Dax als Basiswert agierten Investoren im vergangenen Jahr eher defensiv. Sie wählten bei den UBS
-Discountern
im Dezember 2007 einen Höchstbetrag, der 39,3 Prozent unter dem aktuellen Stand lag. Dies entspräche aktuell einem Cap von rund 4 200 Zählern. Auf diesem Niveau stand der deutsche Leitindex zuletzt Mitte 2005. Eine Erklärung für die defensive Wahl des Höchstbetrages: Viele Anleger wählen Discounter als steuerfreien Festgeldersatz. Voraussetzung: Das Derivat muss ein Jahr lang im Depot bleiben und noch vor dem 1. Juli 2009 verkauft werden. Solange der Dax zum Laufzeitende oberhalb von 4 200 Punkten notiert, sind derzeit steuerfreie Renditen von mehr als 5,3 Prozent möglich.
Für Anleger, die keinen weiteren Einbruch mehr an den Aktienmärkten erwarten, ist die Marke von 6 200 Punkten als wichtige charttechnische Unterstützungslinie interessant. "Wir halten den Dax in diesem Bereich fundamental und charttechnisch für gut abgesichert", sagt beispielsweise Ulrich Hähner, Leiter der Düsseldorfer Niederlassung von Delbrück Bethmann Maffei. Er hat für den Zertifikatefonds der Bank ein entsprechendes Zertifikat ausgewählt, allerdings nur mit Laufzeit bis Juli 2008 (WKN: DB0QEY). Gewinne müssten Anleger entsprechend versteuern. Im Zertifikatefonds können Gewinne aufgrund des sogenannten Fondsprivilegs dagegen steuerfrei vereinnahmt werden. Die maximale Rendite des Dax-Discounters beträgt mehr als 10 Prozent.
Neben den Discountern auf Indizes lohnt sich natürlich auch ein Blick auf "Rabattpapiere" mit einzelnen Aktien als Basiswerten. Die sind aufgrund ihrer höheren Volatilität risikoreicher, bieten im Gegenzug attraktivere Konditionen. Hähner hat drei, nach seiner Ansicht empfehlenswerte Produkte ausgewählt (siehe Tabelle), die für den Zertifikatefonds der Bank gekauft worden sind oder auf der Watchlist stehen. Ein Basiswert ist die Aktie der Deutschen Börse.
Denn das Unternehmen dürfte von dem derzeit hohen Handelsvolumen profitieren. Das Zertifikat (WKN: BN0G5W) hat einen Discount von mehr als 30 Prozent. Die Aktie des Frankfurter Unternehmens kann noch um rund 30 Prozent fallen, ohne dass die Rückzahlung des Höchstbetrages von 80 Euro gefährdet ist. Auf den ersten Blick keine attraktive Konditionen bietet der Discounter auf AWD
(WKN: DB0LAK). Die Aktie notiert mit 28,00 Euro knapp unter dem Höchstbetrag von 30 Euro, was angesichts des turbulenten Börsenumfeldes viel zu risikoreich wäre. Doch der AWD
-Vorstand
hat ein Übernahmenangebot des Konkurrenten Swiss Life
in Höhe von 30 Euro je Aktie bereits angenommen. Die Frist für die Aktionäre lauft bis zum 22. Februar. Hähner hat deswegen eine kurze Laufzeit bis Ende Juni gewählt. Er hält den Kurs bis dahin für gut abgesichert.
» Dax-Prognosen 2008: Welche Entwicklung Experten erwarten
Auch eine Aktie eines Finanzdienstleisters steht auf der Liste der Bank. Das Research von Delbrück Bethmann Maffei empfiehlt die Aktie von Axa
zum Kauf. Dazu hat Hähner ein Produkt mit einem Discount rund 30 Prozent ausgewählt (WKN: BN1D5D). Laufzeitende ist Ende März 2009. Dadurch besteht - im Gegensatz zu den beiden vorherigen Produkten - die Möglichkeit auf steuerfreie Gewinne.



