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21.10.2006 

Zertifikate auf Bioenergie und Wassertechnik. Zur Vollansicht bitte anklicken. Quelle: Handelsblatt Zertifikate-Newsletter.Lupe

Zertifikate auf Bioenergie und Wassertechnik. Zur Vollansicht bitte anklicken. Quelle: Handelsblatt Zertifikate-Newsletter.

Inzwischen kamen weitere Zertifikate auf den Markt, auch Papiere ohne Laufzeitgrenze (WKN: ABN7B3 sowie UB0WAS). Die jährlichen Gebühren betragen rund ein Prozent. Dafür fließen in beide Zertifikate die Ausschüttungen der Wasseraktien mit ein. Und das lohnt sich: Die durchschnittliche Dividendenrendite des vom Indexanbieter Standard & Poor's berechneten Index für die zehn größten Aktien der Branche beträgt derzeit 2,4 Prozent pro Jahr.

Eine ganze Zukunftsbranche in nur einem Papier - das ist das Versprechen der Banken, wenn sie Zertifikate auf die Märkte von morgen anpreisen: auf Wasser, auf regenerative Energien und neue Technologien. Das kommt an bei deutschen Anlegern. Von den sieben Milliarden Euro, die derzeit in Themen- und Strategiezertifikaten angelegt sind, steckt ein großer Teil in Papieren auf die vorgeblichen Zukunftsmärkte. Meist werden die Zertifikate aus 10 bis 15 Aktien einer Branche aufgebaut.

Damit bergen die Papiere höhere Chancen, aber auch höhere Risiken als ein vergleichbarer Branchenfonds, der das verwaltete Vermögen meist auf 30 bis 50 Einzelaktien streut. Welche Werte beim Zertifikat genau in den Korb kommen, das bestimmt die Bank, oft in Kooperation mit einem Indexdienstleister. Entscheidend sind Kriterien wie Unternehmensumsatz oder Börsenwert der Aktien. Vorteil für Anleger: Die Streuung der Investition über verschiedene Einzelwerte senkt im Vergleich zum Kauf einzelner Aktien das Risiko, wahrt aber die Chance, an der Entwicklung eines aussichtsreichen Marktes teilzunehmen.


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Zukunftszertifikate eignen sich vor allem für Anleger, die vom grundsätzlichen Wachstum einer Branche überzeugt sind, sich selbst aber die Auswahl einzelner Titel nicht zutrauen. Zudem lässt sich schon mit Beträgen von wenigen Tausend Euro ein solches Investment aufbauen. Bei den meisten Papieren passen die Banken die Aktienauswahl regelmäßig an und kassieren dafür im Gegenzug eine Managementgebühr » oder behalten Dividendenausschüttungen ein. Zu den heißen Zukunftsmärkten zählen angesichts hoher Ölpreise die Aktien aus Boombranchen wie der regenerativen Energien oder Biokraftstoffe. Bei den grünen Alternativen zum Öl rechnen Experten in den nächsten Jahren mit hohen Wachstumsraten.

So kann der auf Basis von Agrarrohstoffen wie Raps, Mais oder Zucker hergestellte Biokraftstoff mit einem Anteil von bis zu zehn Prozent herkömmlichem Benzin beigemischt werden. Synthetisch hergestellter Biodiesel kann den klassischen Dieselkraftstoff sogar vollständig ersetzen. In einem Agrarland wie Brasilien haben Biokraftstoffe schon heute einen Marktanteil von zwölf Prozent an allen Treibstoffen.

In Deutschland verabschiedete das Bundeskabinett gerade eine Biokraftstoffquote: Bis 2010 müssen sechs Prozent des Sprits auf Basis erneuerbarer Rohstoffe hergestellt sein. Derzeit ist es etwa ein Prozent.

Davon profitierten Zertifikate mit Aktienkörben (etwa TB0D2B) von Unternehmen, die an der Herstellung von Bioenergie beteiligt sind. Gebühren fallen hier keine an, Dividenden kassiert die Bank zu 50 Prozent, die andere Hälfte fließt ins Zertifikat. Allerdings ist die Laufzeit des Papiers begrenzt bis März 2008. Doch es ist absehbar, dass sich auch hier Endloszertifikate durchsetzen, etwa das Biofuel-Commodity-Zertifikat (WKN: ABN7B3), in das die Preise mehrerer Agrarrohstoffe einfließen, die für die Herstellung von Biokraftstoffen verwendet werden.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Zertifikate, mit denen Anleger auf regenerative Energien setzen können

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