Zertifikate auf regenerative Energien und Biotechnologie. Zur Vollansicht bitte anklicken. Quelle: Handelsblatt Zertifikate-Newsletter.
Seit sich die Kurse von Aktien wie Solarworld oder Conergy vervielfacht haben, ist die regenerative Energie ins Blickfeld vieler Anleger gerückt. Die 15 größten Titel dieser Branche spiegelt seit Kurzem der Alternative-Energy-Index der Deutschen Börse wider. Die Zusammensetzung wird jährlich überprüft. Gebührenfreie Indexzertifikate ohne Laufzeitende sind auch schon auf dem Markt (WKN: DB6GHS). Allerdings kassiert hier die Bank die Dividenden der Unternehmen für sich.
Wer auf Wind- und Sonnenenergie setzt, wird auch fündig mit Zertifikaten auf den European Renewable Energy Index (Erix). Für diese Papiere (WKN: SG1ERX) fällt zwar eine jährliche Managementgebühr von 0,85 Prozent an, dafür fließen die Dividenden der Unternehmen mit ins Zertifikat und damit an den Anleger. Die Zahl der Aktien, die Dow Jones Stoxx auswählt, ist auf zehn europäische Unternehmen beschränkt. Größte Werte im Erix sind derzeit die dänische Vestas und die spanische Gamesa, beides Hersteller von Windkraftanlagen; knapp dahinter folgt der österreichische Energiekonzern Verbund. Für die spekulative Würze sorgen die drei im Index enthaltenen deutschen Solartitel Conergy, Solarworld und Q-Cells. Bisher ging die Strategie auf: Seit dem Start im Oktober 2005 legte das Zertifikat um 35 Prozent zu.
Angesichts des deutlichen Kursanstiegs vieler grüner Aktien bergen die Zertifikate inzwischen aber erhöhte Risiken. Entsprechend vorsichtig sollten Anleger disponieren: keine zu großen Beträge investieren und lieber zwischenzeitliche Schwächephasen abwarten. Für geduldige Investoren sollte sich das auszahlen. So kam der Alternative-Energy-Index der Deutschen Börse in der Rückrechnung auf 400 Prozent Kursgewinn in drei Jahren. Er konnte sich aber auch - wie viele Boombranchen - nicht vollständig vom Abwärtstrend der Börsen in den Jahren 2001 bis 2003 abkoppeln.
Lesen Sie weiter auf Seite 4: Ein Wachstumsmarkt ist nach wie vor die Biotechnologie-Branche


