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31.12.2007 

Was lief schief? Die Produkte beziehen sich auf Rohstoff-Futures. Das sind standardisierte Verträge, die genau regeln, zu welchem Zeitpunkt, zu welchem Preis, in welcher Menge und in welcher Qualität der entsprechende Rohstoff geliefert oder abgenommen werden muss. Doch an dem vereinbarten Liefertermin will natürlich kaum jemand Säcke voll Mais oder Ballen von Baumwolle ins Haus geliefert bekommen. Deshalb verkaufen die Indexanbieter den Future in der Regel kurz vor dem Ende der Laufzeit wieder. Der Verkaufserlös wird direkt in einen neuen Future mit späterer Fälligkeit investiert.

Ohne diesen regelmäßigen Wechsel, im Fachjargon Rollen genannt, könnten die Banken keine Rohstoffzertifikate ohne Laufzeitgrenze anbieten. Liegen nun beim Rollen die Preise der länger laufenden Kontrakte über denen der früher fälligen, erhält man über einer Zeitachse eine steigende Terminmarktkurve, auch Contango genannt. In dieser Konstellation handelt man sich sogenannte Rollverluste ein. Aktuelles Beispiel: Ein Scheffel (25,4012 Kilogramm) Mais zur Lieferung im März 2008 notiert an der Chicagoer Terminbörse CBoT aktuell bei 3,92 Dollar. Die Terminkurve für Mais steigt bis zum Juli 2009 weiter bis auf 4,35 US-Dollar an. Ohne Währungsverschiebungen müsste der Spotpreis für Mais also im gleichen Zeitraum um mindestens 16 Prozent steigen, soll kein Verlust entstehen.


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Gerade bei Agrarrohstoffen ist Contango aber der Normalfall. Umso wichtiger ist es für Langfristanleger, Zertifikate auf Rohstoffindizes zu wählen, die den sogenannten Total Return (TR) berechnen. Bei ihnen fließen neben den Spotpreisen und den Rollerträgen auch Zinserträge ein. Da beim Future-Kauf über die Terminbörse nur ein geringer Prozentsatz der Anlagesumme hinterlegt werden muss, kann der Rest zinsbringend angelegt werden. Dieses Zubrot kassiert sonst der Anbieter.

Abgesehen von Edelmetallen war diese Zinskomponente die wichtigste Renditequelle für Rohstoffanleger seit Berechnung der Rohstoffindizes von Goldman Sachs (siehe Tabelle „Rohstoff-Renditen“). Ohne Zinserträge hätten Euro-Anleger etwa mit dem Index S&P GSCI Agriculturals seit 1970 pro Jahr 3,4 Prozent verloren, die Total-Return-Variante rettete immerhin noch eine Magerrendite von 2,6 Prozent pro Jahr.



Lesen Sie weiter auf Seite 4: Wo noch Chancen liegen

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