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24.03.2005 

„Das Umfeld für diese Papiere ist sehr attraktiv“, sagt Stefan Armbruster von der Deutschen Bank. Outperformance-Zertifikate profitieren gleich doppelt: von der niedrigen Volatilität und den derzeit hohen Dividendenrenditen. Bei diesen Papieren behält der Emittent die Dividenden und finanziert damit den Kauf von Kaufoptionen, um eine überproportionale Partizipation an den Kursgewinnen des Basiswertes darstellen zu können. Je billiger also die Option und je höher die Dividendenrendite, desto mehr Optionen kann der Emittent kaufen und desto stärker profitiert der Anleger von den Kursgewinnen des Index oder der Aktie, die dem Zertifikat zu Grunde liegen. Die Emittenten überschlagen sich mit neuen Produkten, vor allem auf den Euro Stoxx 50 und auf dividendenstarke Einzelwerte, wie die Deutsche Telekom oder Daimler-Chrysler.

So haben Barclays Capital und Rhein Asset Management vergangene Woche ein neues Outperformance-Zertifikat aufgelegt, das den Anleger mit 200 Prozent an den Kursgewinnen des europäischen Leitindex beteiligt (Partizipationsrate). Am Laufzeitende erhält der Anleger für jedes Prozent, das der Index über dem Anfangsniveau notiert, zwei Prozent zurück. An Kursverlusten ist der Anleger nur eins zu eins beteiligt – er trägt daher das normale Aktienrisiko.

Die Deutsche Bank bietet Papiere auf die Telekom mit einer Partizipationsrate von 233 Prozent, auf die MDax-Parfümerie Douglas mit 195 Prozent und selbst auf den dividendenschwachen japanischen Index Nikkei mit 163 Prozent feil. Sal. Oppenheim verkauft Outperformer mit kürzeren Laufzeiten, auf die Telekom mit einer Partizipationsrate von 185 Prozent oder auf die Daimler-Aktie mit 180 Prozent. Und auch HSBC Trinkaus & Burkhardt emittiert demnächst erstmals Outperformance-Papieren. Derart hohe Gewinnbeteiligungen seien erst durch die extrem niedrige Volatilität möglich geworden, sagt Christian Kratz von Rhein Asset. Bei einer durchschnittlichen Volatilität von 15 bis 20 Prozent läge die Partizipation nur bei 130 bis 140 Prozent.

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