Und Partizipationsraten von 200 Prozent und mehr taugen vortrefflich als Verkaufsargument: „Outperformance-Zertifikate sind sexy. Die Produkte sehen wegen der hohen Gewinnbeteiligung optisch gut aus“, sagt Markus Koch von UBS. „Die Anbieter vergessen aber, dass die niedrige Volatilität letztlich nur ein Abbild geringerer Renditeerwartungen am Markt ist. Die Leute haben nach wie vor Angst“, sagt er. Koch rät deshalb zu Papieren, die zusätzlich mit einem Sicherheitspuffer ausgestattet sind, auch als Protect-Outperformer oder Bonus-Plus-Papiere bekannt. Bei dem Bonus-Plus-Zertifikat von UBS auf die Aktie der Telekom zum Beispiel ist das Geld des Anlegers trotz der hohen Partizipationsrate von 200 Prozent geschützt, solange die T-Aktie nicht mehr als 30 Prozent verliert.
Völlig anders sieht es beim Verkaufsschlager Discount-Zertifikate aus. Die Jahresrenditen der Papiere, deren Rabatt die Emittenten mit dem Verkauf einer Kaufoption finanzieren, sind zusammengeschmolzen - bei Papieren, die sich auf Indizes beziehen, um fast die Hälfte auf sechs bis sieben Prozent. Die Rabatte sind einfach nicht mehr so üppig wie vor zwei drei Jahren, sagt Weyand. Schuld ist die niedrige Volatilität.



