Noch breiter gefächert ist ein neues Indexzertifikat der Société Générale (WKN: SG0HP7), das die Kurse von 25 großen Private-Equity-Unternehmen wie Candover und 3i abbildet. Die Managementgebühr beträgt 1,25 Prozent pro Jahr, die anfallenden Dividenden werden reinvestiert. Seit der Erstnotiz Anfang Oktober 2006 ist der Wert des Index um mehr als 13 Prozent gestiegen.
Bereits seit mehr als vier Jahren ist das P3-Zertfikat der Dresdner Bank auf dem Markt (WKN: 173499), das in den vergangenen zwölf Monaten rund 31 Prozent zugelegt und sich seit der Erstnotiz mehr als verdoppelt hat. Die Gebühren sind aber hoch: Neben der Managementgebühr in Höhe von 1,5 Prozent p. a. fällt bei Überschreiten einer jährlichen 5-Prozent-Mindestrendite eine erfolgsabhängige Vergütung an. 15 Prozent des über der Mindestrendite erzielten Ertrags werden dann eingestrichen.
Das Interesse an PE-Investments dürfte weiter zunehmen, sagen Optimisten mit Hinweis darauf, dass das von PE-Fonds weltweit aufgenommene Kapital zuletzt neue Rekordbeträge erreicht hat. Aufmerksam registrieren die Finanzmärkte in diesem Zusammenhang, dass acht der zehn größten Buy-out-Transaktionen (also Firmenkäufe) von Private-Equity-Unternehmen seit Anfang 2006 über die Bühne gingen. In diesem Kontext ist auch festzustellen, dass sich die teils aggressiven Finanzinvestoren in ihren geschäftlichen Aktivitäten inzwischen schon längst nicht mehr nur auf kleinere und mittlere Unternehmen konzentrieren, sondern auch nach größeren Aktiengesellschaften Ausschau halten.
Die Experten der auf globale Finanzmärkte spezialisierten Wirtschaftsprüfungs- und Consulting-Sozietät Walkers Group sehen die Private-Equity-Branche zwar weiter im Aufwind, doch werde „das Wachstum vor allem in Emerging Markets wie Indien, China und Ländern des Mittleren Ostens stattfinden“. Im Jahr 2006 sei das Volumen der PE-Investments in den Schwellenländern um 29 Prozent auf 33,2 Mrd. Dollar gestiegen, wobei der größte Anteil von 19,4 Mrd. Dollar auf die asiatische Region entfallen sei.
Dieser Artikel ist der Ausgabe 07/2007 des kostenlosen Handelsblatt Zertifikate-Newsletters entnommen.
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