Vermögensbildungszertifikat Balanced (WKN: GS0ZZ2)
Der Anspruch: Ein ausgewogener Investitionsmix in Aktien, Anleihen, Rohstoffen. Emittiert wurde das Zertifikat von Goldman Sachs im September 2006.
Die Funktionsweise: Das Zertifikat setzt sich zu je 45 Prozent aus dem Euro Stoxx 50 inklusive Dividenden und dem iBoxx Rentenindex für Euro- Staatsanleihen inklusive Zinsen sowie zu zehn Prozent aus dem Rohstoffindex GSCI Total Return zusammen. Jährlich im Augustwird die Ursprungsgewichtung wieder hergestellt (Rebalancing). Das Ergebnis: Ein leichtes Minus von einem Prozent ist unspektakulär. Ein Blick auf die Kursentwicklungen der Indizes illustriert jedoch die Bedeutung der Rohstoff-Beimischung: Ein Plus von 98 Prozent für den Rohstoff-Anteil seit Auflage eskomptierte die Verluste, die im Aktienmarkt durch die Finanzkrise und für den Anleihenteil in Folge steigender Zinsen anfielen. Vorerst aus steuerlichen Gründen uninteressant, dürften die Konstruktion für Anleger ab Januar 2009 wieder interessant werden, da alle Zinsen und Dividenden an Anleger fließen.
Long/Short MACD Zertifikat auf Dax ( WKN: 590909)
Der Anspruch: Das Zertifikat der Dresdner Bank wurde im November 2002 zu 100 Euro emittiert. Es soll im Dax investiert sein, wenn der Markt läuft und auf fallende Kurse spekulieren, wenn ein Indikator sinkende Kurse vorhersagt.
Die Funktionsweise: Wie bei dem Best Strategy Timing Zertifikat, nur setzt das System bei einem Indikator für fallende Kurse nicht einfach die Investition verzinst aus, sondern spekuliert auf fallende Dax-Kurse. Das Ergebnis: Die vermeintlicheWeiterentwicklung entpuppte sich als Desaster: Minus 2,3 Prozent Rendite erzielten Anleger mit dem Zertifikat seit Auflage, der Dax kletterte seit Novemver 2002 hingegen um im Schnitt 12 Prozent pro Jahr.



