Was sollen Anleger kaufen, die jetzt investieren wollen, aber nach den gestiegenen Kursen auf einen Risikopuffer nicht verzichten wollen? Vermögensverwalter geben Empfehlungen.
Neben defensiven Bonuszertifikaten setzt Martin Stötzel, Vorstand der Vermögensverwaltung Rhein Asset Management, auf ein Produkt mit Gewinnsicherung und eines, das von volatilen Aktienmärkten profitiert.
Derzeit günstig zu haben ist das „All Time-High–Zertifikat“ von der Hypo-Vereinsbank auf einen Basket von 16 Aktien internationaler Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite. Bei diesem Produkt mit dem Namen „Global Dividend Runner“ (WKN: 787396) wird die Rückzahlung von 90 Prozent des Höchststandes während der Laufzeit garantiert. Aktuell notiert das All Time High bei rund 126 Euro, eingelockt wurde aber bereits bei 119 Euro. Anleger riskieren also einen Verlust von maximal fünf Prozent, sind aber bei Kursgewinnen mit 90 Prozent dabei. Die Zusammenstellung der Aktien wird halbjährlich überprüft.
| INDEXZERTIFIKAT „ALL TIME HIGH“ AUF DEN GLOBAL-DIVIDEND-RUNNER-INDEX | ||||||
| Basiswert | WKN | Laufzeit | Briefkurse (13.3.) | Gebühr | Parizipation | Währungsgesichert |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Basket | 787396 | 14.10.11 | 127,33 | nein | 90 % vom Höchststand | ja |
Mit dem Swing-Zertifikat der Deutschen Bank (WKN: DB1DAM) können Anleger von steigenden und fallenden Märkten profitieren. Aus einem Korb von 30 Aktien wird zum Stichtag 14. September 2007 diejenige mit der niedrigsten Schwankung ausgewählt. Diese Prozentzahl entspricht der Rendite. Ist beispielsweise die RWE-Aktie um zehn Prozent gefallen oder gestiegen, werden also zehn Prozent ausgezahlt. Selbst wenn eine Aktie nach rund 1,5 Jahren unverändert notiert: Eine Mindestverzinsung von 3,1 Prozent ist sicher. Das Produkt wird ab dem 9.3.2006 an der Börse gehandelt.
| SWING-GARANTIEZERTIFIKAT AUF AKTIENKORB MIT 30 TITELN | ||||||
| Basiswert | WKN | Emittent | Laufzeit | Kurs | Mindeszins | Kapitalgarantie |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktienkorb mit 30 Titeln | DB1DAM | Deutsche Bank | 19.09.07 | 100,34 (13.3.) | 3,1 % p.a. | ja |
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Weiter auf der Empfehlungsliste stehen zwei defensive Bonus-Zertifikate auf den EuroStoxx 50 – eines mit eingebautem Cap von JP Morgan (WKN JPM0HK). Dieses Derivat, das gerade in der Zeichnungsphase ist, hat einen Sicherheitspuffer von 32 Prozent. Falls dieser nicht gerissen wird, erhalten Anleger mindestens 126 Euro, maximal aber nur 145 Euro. Das andere stammt von BNP Paribas (WKN BNP39A).
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Als Ergänzung zu Bonuszertifikaten mit einer hohen Seitwärtsrendite empfiehlt Uwe Johannhörster, geschäftsführender Gesellschafter der Vermögensverwaltung Concept, zwei Lock-In-Zertifikate auf den Euro Stoxx 50. Diese Produkte auf den europäischen Standardwerte-Index sichern auf bestimmten Stufen den erreichten Kursgewinn.
Lediglich beim Highflyer-Zertifikat der Deutschen Bank (WKN: DB1C1U) können Anleger trotz eines eingelockten Gewinns noch Verluste erzielen. Dafür muss das Produkt am Ende der Laufzeit zum 30. Januar 2013 die Barriere von 64 Prozent erreicht oder unterschritten haben. Anders als bei Bonuszertifikaten ist ein zwischenzeitlicher Einbruch auf diese Barriere nicht von Bedeutung, es zählt lediglich der Stand am Endfälligkeitstag. Dafür partizipiert der Anleger allerdings 1:1 am Anstieg des Index. Eingelockt wird jeweils am letzten Handelstag eines Monats. Das Zertifikat ist aktuell günstig: Es notiert unter dem Emissionskurs von 100 Euro.
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Für Johannhörster hat „Highflyer“ im Vergleich zu Garantie-Zertifikaten Vorteile: „Bei Garantieprodukten erzielt man bei einer Laufzeit von acht Jahren eine Partizipationsrate des Kursanstieges von ungefähr 60 Prozent, hier sind es 100“. Zwar habe man durch die Barriere keinen Schutz vor Verlusten, doch der relativ hohe Puffer wird nur an einem Tag überprüft. Zudem sorgt die Barriere für einen Steuervorteil: „Highflyer ist im Gegensatz zu Garantieprodukten nach Ablauf der Haltefrist steuerfrei“. Ein Nachteil für ihn ist die recht lange Laufzeit von sieben Jahren.
Das ist beim Lock-In-Zertifikat der Schweizer Bank UBS anders: Es hat nur eine Laufzeit von 18 Monaten und jeder Kursanstieg in Höhe von fünf Prozent wird eingelockt. Stichtag ist jeweils der dritte Tag im Monat. Einzige Beschränkung: Die maximale monatliche Performance beträgt sechs Prozent.
Das Produkt ist seit dem 7. Februar auf dem Markt und hat noch keine Lock-In-Stufe erreicht. Das ist für den Anleger Vor- und Nachteil zugleich: Zwar ist das Derivat nach Ablauf der Haltefrist von mehr als einem Jahr derzeit noch steuerfrei, dafür spiegelt sich ein plötzlicher Kursrutsch des Basiswerts 1:1 in den Depots der Anleger wieder. Erst wenn der EuroStoxx die Marke von 3862,40 Punkten am jeweiligen Bewertungstag erreicht, wird erstmalig eingelockt.
Für das Zertifikat, das von der ING-Bank im Auftrag von UBS konstruiert wurde, spricht vor allem die enge Absicherung. „Bei vergleichbaren Zertifikaten beträgt der Abstand zwischen den einzelnen Lock-In-Stufen häufig zehn Prozentpunkte“, sagt Johannhörster.
| „HIGHFLYER“-LOCK-IN-ZERTIFIKAT AUF DEN EUROSTOXX 50 | ||||||
| Basiswert | WKN | Laufzeit | Briefkurs | Abs.-niveau | sicherheitspuffer | Parzipation |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Euro Stoxx 50 | DB1C1U | 30.01.2013 | 100,94 | 2359 Punkte | 37,16% | 100% |
| LOCK-IN-ZERTIFIKAT AUF DEN EUROSTOXX 50 | ||||||
| WKN | Emittent | Laufzeit | Briefkurs | Partizipation | Lock-In-Mechanismus | Nächste Lock-In-Stufe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| A0GMCM | UBS | 10.08.07 | 105,29 (13.3.) | 100% | ja | 3862,40 |



