Sollten die Skeptiker Recht behalten und die Öl-Notierungen auch langfristig ihre Höchststände gesehen haben, bietet das Zertifikat zumindest einen teilweisen Schutz gegen Verluste. Denn solange der Ölpreis zum Laufzeitende nicht unter 70 Prozent seines Ausgangswertes fällt, wird den Käufern der Nominalbetrag von 100 Euro je Zertifikat zurückgezahlt. Erst wenn diese Absicherungsschwelle unterschritten wird, tragen Investoren ein Verlustrisiko. Dann erhalten sie den prozentualen Stand des Ölfutures im Vergleich zum Startwert in Euro ausgezahlt.
Für Anleger, die auch von stagnierenden oder leicht fallenden Rohöl-Notierungen profitieren möchten, eignen sich eher ausgewählte Bonusprodukte, die bereits auf dem Markt sind: Zwar können ihre Maximalrenditen bei steigenden Ölpreisen mit denen des Express-Papiers nicht immer mithalten. Dafür bieten Sie attraktive Seitwärtsrenditen bei akzeptablen Sicherheitspuffern.
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Interessant ist beispielsweise ein währungsgesichertes Capped-Bonuszertifikat der Landesbank Berlin auf den Brent Rohöl Future » (WKN: LBW79Z). Es bietet momentan eine Bonus- und Maximalrendite mehr als sechs Prozent jährlich, falls der Basiswert bis zum Laufzeitende im Juni 2009 nicht unter 54,53 US-Dollar fällt. Der Sicherheitspuffer liegt aktuell bei rund 39 Prozent.
Offensivere Anleger die zugunsten einer ungedeckelten Partizipation einen niedrigeren Sicherheitspuffer in Höhe von knapp unter 30 Prozent in Kauf nehmen, können auf eine Bonusvariante der Société Générale setzen » (WKN: SG0DK3). Auch dieses Zertifikat ist währungsgesichert und wird noch bis Mitte Juni 2009 gehandelt. Die jährliche Bonusrendite liegt hier bei 4,4 Prozent.
Ein Jahr länger läuft ein weiteres interessantes Bonuspapier der Franzosen » (WKN: SG0GF4), das eine Seitwärtsrendite von 5,3 Prozent aufweist, im Gegenzug aber über einen üppigen Sicherheitspuffer fast 50 Prozent verfügt.
Im Gegensatz zu den beiden anderen Bonuspapieren und dem neuen Expresszertifikat schlägt hier jedoch ein weiterer Dollar-Kursverfall auf die Rendite durch, da ein Währungsschutz nicht integriert ist.


