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14.03.2008 

Es kann allerdings auch ganz anders kommen: Da die Kosten für die Währungsabsicherung nur sehr indirekt etwas mit der tatsächlichen Währungsentwicklung zu tun haben, könnten Quanto-Gold-Zertifikate bald sogar ohne Aufpreis zu haben sein. Denn die Emittenten sichern mögliche Währungsschwankungen am Terminmarkt nicht über Devisen-Optionen ab, sondern über Zinspapiere. "Da das US-amerikanische Zinsniveau derzeit niedriger ist als dasjenige in der Euro-Zone, ist die Währungsabsicherung derzeit fast umsonst zu haben", erklärt Dirk Heß von Goldman Sachs. Goldman Sachs und ABN Amro beispielsweise haben deshalb die Gebühren für Quanto-Gold-Zertifikate gesenkt. Andere Anbieter werden folgen.

"Investiere nicht in Gold, sondern in Schaufeln" lautet eine alte Investoren-Weisheit. Deshalb lohnt ein Blick auf die Zertifikate, die die Aktien der direkten Gold-Boom-Profiteure verbriefen, nämlich Goldminen und Unternehmen, die ihr Geld mit der Lagerung und Weiterverarbeitung von Gold verdienen. Die Perspektiven für die Branche scheinen angesichts steigender Goldpreise phantastisch - zumal viele Gold-Förderer die lange verbreitete Praxis, Gold zu festgelegten Preisen auf Termin zu verkaufen, aufgegeben haben.


Tabelle  Infografik: Goldminen-Zertifikate für chancenorientierte Anleger


Diese Praxis hatte in den vergangenen Jahren bei einigen Goldminen zu Schwächen in der Bilanz geführt. Denn sie mussten zum Teil Gold unter Marktwert verkaufen. In Goldhaussen ist das natürlich besonders ärgerlich - zumal Aktien von Goldminenbetreibern, die ihre zukünftige Produktion nicht zu vorab fixierten Preisen verkaufen, in der Vergangenheit in solchen Zeiten dreimal schneller gestiegen sind als der Goldpreis selbst. Das zeigt die Entwicklung des 15 Minen umfassenden Branchenindex Amex Gold Bugs, kurz HUI, der nur Unternehmen ohne umfassende Absicherungsgeschäfte enthält.

Während der Goldpreis seit 2001 um das Dreifache stieg, hat sich der Wert des HUI in derselben Zeit verneunfacht. Leider gibt es derzeit kein Zertifikat, das den HUI als Basiswert hat. Ebenso wie das Deutsche-Bank-Papier bezieht auch der Gold-Basket von der UBS Dividenden mit ein. Vorteile des UBS -Papiers: Es hat einen Währungsschutz. Und die Managementgebühren sind einen halben Prozentpunkt niedriger als bei der Deutschen Bank. Der Spread ist derzeit beim UBS -Zertifikat zwar höher, im direkten Vergleich bleibt es aufgrund des Währungsschutzes jedoch Punktsieger - auch gegenüber dem Junior Gold Miners Strategie-Zertifikat von ABN Amro, das mit 1,8 Prozent Managementgebühr ziemlich teuer daherkommt und keinen Währungsschutz bietet.

Dass sich der Zusatz Quanto gerade in den zurückliegenden Monaten rechnen konnte, zeigt der Performance-Vergleich: Das UBS -Papier hat in den vergangenen zwölf Monaten nahezu doppelt so viel an Wert zugelegt, wie das ABN Amro-Zertifikat. Fazit: Wer an eine Fortführung der Goldhausse glaubt, fährt derzeit mit Quanto-Goldzertifikaten am besten. Gold-Fonds bieten den Vorteil, dass Anleger echtes Gold erwerben, das Emittenten- Risiko ist hier ausgeschlossen, obwohl es sich steuerlich um Zertifikate handelt. Auch Goldminen-Zertifikate profitieren vom Gold-Boom. Ein Performance-Vorteil gegenüber einem direkten Investment in Gold ist aber nicht zu erkennen.


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