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03.07.2006 
Preisspanne noch offen

Aleo Solar plant Börsengang für den 14. Juli

Ungeachtet der jüngsten gescheiterten oder holprigen Börsengänge will der Solarmodul-Hersteller Aleo Solar Mitte Juli den Sprung an den Aktienmarkt wagen.

HB FRANKFURT. Die Erstnotiz im streng regulierten Börsensegment Prime Standard werde für den Freitag der kommenden Woche (14. Juli) anvisiert, teilte die Gesellschaft am Montag mit. Interessenten könnten voraussichtlich vom nächsten Montag an bis 13. Juli bis zu sieben Millionen Aktien zeichnen. Davon stammten rund 2,85 Millionen Titel aus einer Kapitalerhöhung. Der Rest - inklusive einer Mehrzuteilungsoption von rund 917.000 Papieren - komme von Alteigentümern.

Die Preisspanne soll erst während der Werbetour bei Investoren, veröffentlicht werden, die an diesem Montag beginnt. Nach dem Börsengang liege der Streubesitz bei bis zu 68 Prozent. Die Aktienemission koordiniert die Commerzbank federführend. Mit dabei sind auch die HVB und die Berenberg Bank.

In den vergangenen Wochen hat sich das Klima für Börsengänge wegen der Turbulenzen an den Kapitalmärkten merklich eingetrübt. Investoren scheuen zunehmend das Risiko, das eine Erstemission im Vergleich zu einem schon an der Börse etablierten Unternehmen mit sich bringt, und drücken auf den Preis.

Erst am Sonntag hatte der Baumaschinen-Hersteller Wacker Construction seinen für Freitag geplanten Börsengang abgesagt, weil das Management seine Preisvorstellungen bei Anlegern nicht hatte durchsetzen können.

Die 2001 gegründete Aleo Solar produziert und vertreibt Solarmodule und -systeme auf Basis von Siliziumzellen für den Photovoltaikmarkt. Im vergangenen Jahr setzte die 227 Mitarbeiter zählende Solarfirma etwa 107 Millionen Euro um und erzielte im operativen Geschäft einen Gewinn (Ebit) von 14,7 Millionen Euro. Während der Vertrieb in Oldenburg bei Bremen beheimatet ist, wird im brandenburgischen Prenzlau produziert.

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