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28.03.2007 
Auf Büroimmobilien spezialisierte Neuemission

Alstria präsentiert sich als Reit-Pionier

Die an die Börse strebende Alstria Office präsentiert sich Anlegern als einer der ersten REITs am deutschen Aktienmarkt. Unter dem Begriff REIT (Real Estate Investment Trust) wird eine neuartige Gruppe steuerbegünstigter Immobiliengesellschaften zusammengefasst.

rtr FRANKFURT. „Eine außerordentliche Hauptversammlung hat heute die Voraussetzung für die Umwandlung in eine REIT-AG geschaffen“, sagte Firmenchef Olivier Elamine am Mittwoch. „Frühestmöglicher Termin hierfür ist der 1. Juli.“ Zu diesem Termin würden zwei Immobilien verkauft, die einer Umwandlung entgegenstünden.

Ein deutscher Reit oder G-Reit ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Bundesrepublik. Sie muss bestimmte Kriterien erfüllen, um in den Genuss von Steuervergünstigungen zu kommen. Hierzu gehört, dass sie überwiegend Gewerbeimmobilien bewirtschaftet. Der Bundestag hat das Reit-Gesetz bereits verabschiedet, die Abstimmung im Bundesrat ist für den kommenden Freitag geplant.

Alstria dienen die Einnahmen aus dem Börsengang - bis zu 280 Mill. Euro - der Finanzierung eines Immobilienportfolios, für das Kaufvertrag schon unterschrieben ist, wie Elamine weiter sagte. Er will das Wachstumstempo seiner Firma aufrechterhalten. „Wir streben für die kommenden Jahre Immobilienzukäufe im Volumen von durchschnittlich 500 bis 750 Mill. Euro an“, betonte er. Um hierfür an das notwendige Geld zu kommen, schloss der Firmenchef weitere Gänge an den Kapitalmarkt nicht aus.

Interessenten können bis zum 2. April bis zu 29,21 Mill. Alstria-Papiere in einer Preisspanne von 16 bis 17,50 Euro zeichnen. Rund die Hälfte der angebotenen Titel stammen aus einer Kapitalerhöhung. Die Erstnotiz im stark regulierten Börsensegment Prime Standard ist für den 3. April geplant. Mit einem Volumen von maximal 511 Mill. Euro wäre dies die bislang größte Emission des Jahres. Die US-Investmentbank JP Morgan organisiert den Börsengang.

Am Graumarkt hielt sich das Interesse nach Alstria-Aktien Händlern zufolge in Grenzen. Die Papiere kosteten im außerbörslichen Handel 16 Euro.

Die auf Büroimmobilien spezialisierte Alstria gehört mehreren Fondsgesellschaften. Das Portfolio der 15 Mitarbeiter starken Gesellschaft umfasste Anfang März 71 Objekte mit einem Gesamtwert von 1,6 Mrd. Euro. Der bei Immobilienfirmen stark beachtete Net Asset Value, der den Vermögenswert des Unternehmens abzüglich der Verbindlichkeiten angibt, liegt Elamine zufolge aktuell bei 825 Mill. Euro. Vier Fünftel seiner Mieteinnahmen erhält Alstria von sechs großen Mietern, zu denen die Stadt Hamburg, der Autobauer Daimler-Chrysler und die Barmer Ersatzkasse gehören.

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