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03.07.2007 
Gelungene Debüts

Anleger suchen Neulinge

von Torsten Riecke und Christian Schnell

Hohe Preise schrecken Investoren nicht: Nach dem Börsengang von Motorenbauer Tognum rechnen Experten auch für kommende Emissionen mit Erfolgsmeldungen. Mit Spannung wird unter anderem das Debüt des Müllheizkraftwerkherstellers Zhong De erwartet.

Biogas-Anlage. Foto: dpaLupe

Biogas-Anlage. Foto: dpa

NEW YORK/FRANKFURT. Börsenneulinge finden bei den Investoren regen Anklang. Daran ändern auch die Klagen über hohe Preise nichts. Die insgesamt über 86 Mill. Aktien des Dieselmotorenbauers Tognum feierten gestern ein solides Debüt. Sie waren mit 24 Euro in der Mitte der von 22 bis 26 Euro reichenden Preisspanne platziert worden, brachten damit ein Emissionsvolumen von 2,07 Mrd. Euro und notierten den gesamten Handelsverlauf über etwa auf diesem Niveau.

Das Signal für den Markt ist eindeutig: Wenn mit Tognum die größte Emission seit dem Herbst 2000 trotz zwischenzeitlicher Probleme wegen falscher Prospektangaben weitgehend unproblematisch am Markt zu platzieren ist, dann dürften die in den nächsten Tagen noch folgenden kleineren Platzierungen ebenfalls ein Erfolg werden. Die Resonanz an der internationalen Roadshow sei jedenfalls überwältigend gewesen, berichtete Tognum-Vorstandschef Volker Heuer bei der gestrigen Erstnotiz. Die Emission war angeblich mehrfach überzeichnet.


» Welches Unternehmen geht wann an die Börse? Eine Übersicht bietet der Handelsblatt IPO-Kalender.


Ähnlich sind die Vorzeichen bei Börsenneulingen, die in Kürze folgen. Zhong De, die erste Emission eines chinesischen Unternehmens an der deutschen Börse, freute sich bereits am ersten Tag der Zeichnungsfrist über ein am oberen Ende der Preisspanne von 23 bis 26 Euro überzeichnetes Orderbuch. Das teilte Konsortialführer Sal. Oppenheim mit. Dabei galt die Bewertung von bis zu 338 Mill. Euro für den Anlagenbauer von Müllheizkraftwerken als ambitioniert.

Auch am Management von Envitec Biogas prallte die Kritik über hohe Preisvorstellungen weitgehend ab. „Wir haben bei Investoren ein umfangreiches Pre-Marketing durchgeführt, wo uns signalisiert wurde, dass der Markt durchaus bereit ist, diesen Preis zu zahlen“, sagt Olaf von Lehmden, Vorstandschef und Gründer von Europas größtem Hersteller von Biogas-Anlagen. Die Preisspanne von 42 bis 52 Euro, die die Gesellschaft gestern bekannt gab, lässt den Unternehmenswert in der Spitze auf über eine Milliarde Euro steigen. Der Emissionserlös dürfte bei maximal 268 Mill. Euro liegen, davon fließen über 150 Mill. Euro direkt dem Unternehmen zu.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Biogas mit guter Performance

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