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03.05.2006 
Catoil nennt Name des Großaktionärs

Börsenkandidat lüftet Geheimnis

Der österreichische Ölförder-Dienstleister Catoil AG hat kurz vor dem Börsengang dem Druck der Investoren nachgegeben. Das Unternehmen veröffentlicht den Namen seines Großaktionärs. Wie es in der Ergänzung zum Emissionsprospekt heißt, ist der Deutsche Walter Höft indirekter Mehrheitsaktionär an der in Zypern registrierten Catoil Holding.

rob FRANKFURT Mit dem Schritt wolle Höft „jede weitere Spekulation um seine Person unterbinden“ und Schaden durch Äußerungen von Erben eines früheren Anteilseigners abwenden, steht im Prospektnachtrag. Hintergrund der Ergänzung sind mögliche Ansprüche von Vadim und Svetlana Schmidt, Erben des früheren Catoil-Anteilseigners und Lukoil-Managers Vitaly Schmidt, den Höft beraten hatte. Zwar wurden gerichtliche Klagen bisher zurückgewiesen, im Prospekt wird aber auf die Risiken hingewiesen.

Ein Firmensprecher sagte am Dienstag, am Zeitplan der für kommenden Donnerstag geplanten Erstnotiz im Qualitätssegment der Deutschen Börse, den Prime Standard, halte das Unternehmen fest. „Der Börsengang läuft sehr gut“, sagte er. Finanzkreisen zufolge ist die Emission mehr als zehnfach überzeichnet. Im vorbörslichen Handel notiert die Aktie bei rund 20 Euro und damit deutlich über der angebotenen Preisspanne von 12,50 bis 15,00 Euro, zu der bis zu 19,55 Mill. Aktien angeboten werden. Den Holding-Besitzern von Catoil fließen knapp 55 Prozent des Emissionserlöses von bis zu knapp 300 Mill. Euro zu. Laut Sprecher können Investoren innerhalb von zwei Tagen von ihren bislang abgegebenen Aufträgen zurücktreten. Zu den Großkunden von Catoil gehören unter anderem die russischen Energieriesen Gazprom, Rosneft und Lukoil.

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