Zumal es trotz der vielen Enttäuschungen auch einige „Perlen“ zu finden gab. Kuriosum dabei: Eine der erfolgreichsten Emissionen des laufenden Jahres kommt vom ersten chinesischen Unternehmen, das sich in den Prime Standard der Deutschen Börse gewagt hat. Zhong De, der Anlagenbauer für kleine und mittelgroße Müllheizkraftwerke, ist derzeit hinter Kromi Logistik auf Platz zwei. Rund 16 Prozent hat die China-Aktie seit ihrer Erstnotiz Anfang Juli gewonnen, fast 40 Prozent waren es zwischenzeitlich schon. Der erfolgreichen Premiere eines Chinesen in Frankfurt dürften deshalb schon in Kürze weitere folgen.
Als Glücksfall sowohl für die Gesellschaft als auch für Anleger entpuppte sich auch die Emission von Wacker Construction. Der Hersteller kleinerer Baumaschinen hatte im Sommer 2006 wegen des damals unsicheren Börsenklimas seinen Börsengang abgesagt und nun Mitte Mai nachgeholt. Das spülte nicht nur knapp 50 Prozent mehr Geld in die Kassen als man es damals erwartet hatte.
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Auch die Aktionäre können sich seit der Erstnotiz über ein Plus von rund 14 Prozent freuen. Beim Kurs von zuletzt 25 Euro muss jedoch noch lange nicht das Ende der Rally sein. Die Analysten der Deutschen Bank veröffentlichten kürzlich ihre erste Studie zu Wacker Construction und setzten ihr Kursziel bei 31 Euro fest. Das Unternehmen sei klarer Marktführer im Ausrüstungsgeschäft, zudem werde der wohl in Kürze anstehende Zusammenschluss mit der österreichischen Neuson Kramer dessen Position weiter stärken.
Die nächsten Börsenneulinge stehen bereits in den Startlöchern. Nach Ende der Sommerpause dürfte Investmentbanker zufolge ab der zweiten Septemberhälfte noch einmal die gleiche Anzahl Unternehmen an die Börse kommen. Überraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen.
