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29.05.2008 
Prime Standard angepeilt

GK Software will am 11. Juni an die Börse gehen

Die sächsische GK Software will als erstes Unternehmen in diesem Jahr im streng regulierten Prime Standard der Deutschen Börse debütieren. Vom 3. bis 10. Juni können die Investoren Aktien zeichnen, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

rtr FRANKFURT. Am 11. Juni könnten die Titel voraussichtlich erstmals gehandelt werden. Die Aktien kämen größtenteils aus einer Kapitalerhöhung, die dem Unternehmen aus Schöneck im Erzgebirge weniger als 30 Millionen Euro in die Kassen spülen werde.

Mit dem Geld will GK Software vor allem die Expansion in Deutschland sowie im Ausland vorantreiben. Zudem geben die Altaktionäre, die beiden Firmengründer und-vorstände Rainer Gläß und Stephan Kronmüller, einen kleinen Teil ihrer Aktien ab. Die Zeichnungsspanne und die Zahl der angebotenen Titel sollen am Montag mitgeteilt werden.

Begleitet wird die Transaktion von der ICF Kursmakler AG.

Alle anderen Unternehmen mit Börsenambitionen waren bisher wegen der Kreditkrise vor dem Schritt in den Prime Standard zurückgeschreckt.

Die Devil AG, ein IT-Großhändler aus Braunschweig, hatte noch nach Ablauf der Zeichnungsfrist seinen Börsengang abgesagt.

Dennoch dürfte GK nur bedingt Aussagekraft zum generellen Interesse an Börsenneulingen haben: Das Platzierungsvolumen von rund 30 Millionen Euro ist recht klein.

Die 1990 gegründete Firma entwickelt Software, die im Einzelhandel zur Steuerung der Filialen eingesetzt werden kann. Zu den Kunden zählen unter anderem Galeria Kaufhof, die Parfümeriekette Douglas und Tchibo. GK erwirtschaftete 2007 mit 166 Mitarbeitern einen Umsatz von 10,8 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 2,3 Millionen Euro.

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