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24.02.2008 

Jetzt geloben die Banken Besserung. "2008 dürfte generell wieder ein besserer IPO-Jahrgang werden", sagt Georg Hansel von der Deutschen Bank. Private-Equity-Fonds können sich zurzeit - womöglich ein positiver Effekt der Finanzkrise - nicht mehr so stark verschulden und deshalb weniger für Unternehmen bieten als im vergangenen Jahr. "Dadurch wird ein Börsengang wieder für mehr Unternehmen eine gute Alternative", sagt Hansel. Kandidaten, einige davon sind auf den ersten Blick durchaus attraktiv, gibt es zuhauf (siehe Tabelle: IPO in der Pipeline). "Das Angebot ist da, es liegt genug Qualität in den Pipelines."

Mit dem Mischkonzern Evonik (der ehemaligen RAG), Tommy Hilfiger, MAN Roland; Kabel Deutschland, Krauss-Maffei und der Versicherungsgruppe Talanx steht gleich ein halbes Dutzend potenzieller MDax-Mitglieder in den Startlöchern. Immer noch hoffen Investmentbanker auf einen Börsengang der Deutschen Bahn, der zurzeit im Berliner Politik-Sumpf zu stocken scheint - aber wer weiß: "Die Aktie würde den Verkäufern mit Sicherheit aus den Händen gerissen werden, egal, ob die Bahn mit oder ohne Gleisnetz an die Börse käme", sagt Bernstorff.

Der Sieger des diesjährigen Rankings erwartet die ersten größeren Börsengänge ab April, aber nur dann, "wenn die Märkte nicht einbrechen". Hält sich die Börse, soll es trotzdem günstigere Börsengänge geben. "In diesem Jahr dürften die Preise der Unternehmen für die Zeichner wieder etwas interessanter werden als 2006/07", sagt Jensen von Sal. Oppenheim. Das müssen sie wohl auch. Sonst bleibt der Markt tot - selbst für renditestarke Beerdigungsunternehmen.

Quelle: Wirtschaftswoche, Nr. 3, 14.01.2008



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