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19.01.2007 

Wer wagt sich vor? Die 20 spannendsten Kandidaten für einen Börsengang 2007. Grafik: WirtschaftswocheLupe

Wer wagt sich vor? Die 20 spannendsten Kandidaten für einen Börsengang 2007. Grafik: Wirtschaftswoche

Londoner Hedgefonds sind an die Stelle der unter Mittelabflüssen leidenden und deshalb zurückhaltenden deutschen Fonds getreten. Je nach IPO und Bank gehen 30 bis 50 Prozent der Aktien an Hedgefonds, schätzt Prelle von UBS.

Dass Hedgefonds ihre Aktien schneller auf den Markt werfen als normale Investmentfonds, bestreitet er: "Stabile, langfristige Investoren sind alle Fonds immer nur dann, solange der Kurs nach oben geht."

Weil die Investmentbanken mit Hedgefonds und Londoner Großinvestoren auch weiter Brot-und-Butter-Geschäft machen wollen, hüten sie sich davor, diese durch abstürzende Neuemissionen zu verprellen. UBS, Morgan Stanley, Lehman Brothers und J.P. Morgan leisteten sich 2006 denn auch keinen einzigen Ausreißer nach unten. Die Deutsche Bank hatte nur einen schwächelnden Neuling im Programm und Dresdner Kleinwort zwei, darunter den schlimmsten Börsen-Flop des Jahres, das Softwareunternehmen Magix.


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Commerzbank und HypoVereinsbank hatten schon deutlich höhere Ausfallquoten. Am schlimmsten erwischte es die jeweils zwei Kandidaten der kleinen nationalen Emissionshäuser Equinet und VEM.

Unter dem Strich aber war 2006 für Börsengänge ein Jahrgang mit Prädikat: 19 von 35 neuen Werten in den stärker regulierten Börsensegmenten Prime Standard und General Standard lagen Mitte Dezember deutlich über ihrem Ausgabepreis. Vier hielten ihren Wert, zwölf rutschten mehr als zwei Prozent ins Minus.

Erfreulich: Massenwirksame, größere Börsengänge liefen besonders gut.

Privatanleger, die sich bei Spezialwerten eher zurückhalten, profitierten deshalb besonders stark. Von den zehn Unternehmen, die 200 Millionen Euro oder mehr bei Anlegern einsammelten, verloren nur zwei leicht an Wert. Das waren die Biosprit-Aktien Verbio und Crop-Energies. "In dieser Branche hat der gesunkene Ölpreis den Aktien viel Attraktivität genommen", sagt Jörg Seidel, Investmentbanker bei Dresdner Kleinwort, der Verbio an die Börse brachte.

Die übrigen acht Dickschiffe legten um durchschnittlich 49 Prozent zu.

"Größere Emissionen finden bei Anlegern eher Anklang", sagt Seidel.

"Dieser Trend wird sich auch 2007 fortsetzen." Wenn viele an die Börse wollen, haben kleinere Unternehmen Probleme, Investoren überhaupt auf sich aufmerksam zu machen. Ausländische Fonds investieren fast nur in Unternehmen, die es zumindest in den Kleinwerte-Index SDax schaffen, besser noch in den MDax für mittelgroße Aktien, "Unter 100 Millionen Euro Emissionswert wird es schwierig, ausländische Investoren zu motivieren", weiß Dresdner-Aktienchef Bernstorff.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Für Finanzinvestoren ist ein Börsengang nur das Sahnehäubchen.

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