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06.12.2006 
Online-Netzwerk teilt Aktien zu

OpenBC bleibt am unteren Ende

Am Mittwoch hat OpenBC, der Betreiber der Kontakt-Plattform Xing, die Aktien für seinen Börsengang zugeteilt. Dabei blieb das Online-Netzwerk allerdings am unteren Ende der Angebotsspanne.

HB FRANKFURT. Die insgesamt gut 2,5 Mill. Papiere würden zu einem Preis von je 30 Euro platziert, teilte OpenBC am Mittwoch mit. Damit ergebe sich Netto-Emissionsvolumen von 35,7 Mill. Euro. Die Spanne für den Ausgabepreis hatte bei 30 bis 38 Euro gelegen. Rund die Hälfte des Erlöses fließt in die Firmenkasse und soll in den Ausbau des Geschäfts gesteckt werden.

Die Erstnotiz im Prime Standard ist für den 7. Dezember geplant. Nach voller Ausübung der Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) beträgt der Streubesitz nach der Emission, die von Lehman Brothers und der Deutschen Bank begleitet wird, rund 48 Prozent. Die Internet-Kontaktbörse finanziert sich über Kundenabonnements und schrieb im abgelaufenen Quartal bei einem Umsatz von 2,7 Mill. erstmals schwarze Zahlen.

Trotz Web-2.0-Euphorie vorerst Ausnahme

Die Euphorie um das Web 2.0 ist unbestritten, und doch wird der Börsengang des Internetportals Open Business Club zunächst die Ausnahme bleiben. Kenner der rasant wachsenden Branche um die von Nutzern gestalteten Internetplattformen - etwa Enzyklopädien, Video- oder Foto-Onlinealben - sehen zurzeit keine weiteren Börsen-Kandidaten. Wahrscheinlicher seien Übernahmen oder Investoreneinstiege.

Im Unterschied zu vielen anderen Web-2.0-Unternehmen verdient OpenBC unterm Strich Geld, wenn auch erst seit dem vergangenen Quartal. Eine kostenpflichtige Mitgliedschaft zusätzlich zum Basisangebot ist die Einnahmequelle. Eine steil wachsende Mitgliederkurve - mehr als 1,5 Mill. Männer und Frauen haben sich seit der Gründung 2003 registriert - stimmen den OpenBC-Vorstandsvorsitzenden Lars Hinrichs zuversichtlich. „Wir hatten in den vergangenen Jahren viele Kaufangebote“, sagt Hinrichs nicht ohne Stolz. Er will sich das Heft aber nicht aus der Hand nehmen lassen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Zunächst keine Nachahmer erwartet

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