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10.09.2008 
Clive Cowdery

Resolution wagt großen Börsengang

von Michael Maisch

Mitten in der Finanzkrise will der britische Unternehmer Clive Cowdery einen der größten Börsengänge des Jahres wagen. Die für November geplante Platzierung soll insgesamt eine Mrd. Pfund in die Kassen von Cowderys Resolution bringen. Beraterbanken und ein Konsortium für die Emission hat Cowdery bislang allerdings noch nicht engagiert.

LONDON. Mit dem Geld will der Finanzier Übernahmen oder Anteilskäufe in der Finanzbranche finanzieren. Im Visier hat Cowdery vor allem Versicherer, Banken und Vermögensverwalter "mit Restrukturierungspotenzial". Mit der Zeit soll das Investmentvolumen der Gesellschaft auf mehr als fünf Mrd. Pfund steigen.

Cowdery ist eine prominente Figur in der Londoner City. Er hat ein Vermögen verdient, indem er seit dem Jahr 2004 günstig Lebensversicherungsbestände von Anbietern aufkaufte, die kein Neugeschäft mehr machten. Die Größenvorteile, die er mit seiner Gesellschaft mit der Zeit erreichte, halfen ihm, die Kosten für die Abarbeitung der Policen deutlich zu senken.

Cowdery startete mit einem Kredit von einer halben Million Pfund und verkaufte sein Geschäft Ende 2007 für knapp fünf Mrd. Pfund an die Pearl Group des Konkurrenten Hugh Osmond. Schon bald nach der Übernahme kündigte Cowdery an, eine ähnliche Strategie mit niedrig bewerteten Banken fahren zu wollen.

Im Juni hatte Cowdery vergeblich versucht, sich am britischen Geldhaus Bradford & Bingley zu beteiligen, das Probleme hatte, seine geplante Kapitalerhöhung am Markt unterzubringen. In der vergangenen Woche sorgte Resolution erneut für Schlagzeilen. Angeblich hat Cowdery Interesse am Lebensversicherer Friends Provident. Allerdings halten bislang sowohl der Finanzier als auch das potenzielle Übernahmeopfer ihre Karten bedeckt.

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