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26.07.2007 
Börsendebüt

SAF-Holland-Aktien drehen ins Minus

Trotz massiver Preissenkungen haben die Anleger die Aktien des Lkw-Teileherstellers SAF-Holland beim Börsendebüt wieder aus ihren Depots geworfen. Die Papiere lagen am Donnerstag mit 18,25 Euro bis zu vier Prozent unter dem Ausgabepreis von 19 Euro. Die ersten Kurse hatten am Morgen bei 19,25 Euro gelegen.

HB FRANKFURT. Am Nachmittag notierten die Titel bei 18,28 Euro. Anleger, die auf Zeichnungsgewinne gehofft hatten, gingen leer aus. „SAF-Holland zeigt, dass die Anleger nicht mehr gewillt sind, überhöhte Preise zu akzeptieren“, sagte Händler Niklas Breckling von DKM.

Der Börsengang stand von Anfang an unter keinem guten Stern: Die Aktienmärkte gingen auf Talfahrt, Investoren hielten die ursprünglich bis 28 Euro reichende Preisspanne für zu hoch. Sie kritisierten überdies, dass vor allem die Altgesellschafter um den Investor Pamplona von den Einnahmen profitieren sollten. Wegen der schleppenden Nachfrage senkte der Lkw-Achsenhersteller seine Preisspanne kräftig und bot die Papiere zu 19 bis 20 Euro ausschließlich institutionellen Investoren zum Kauf an.

Statt eines erhofften Emissionserlöses von 370 Mill. Euro sammelte SAF-Holland mit der Ausgabe von 43,8 Prozent der Aktien nur 156,7 Mill. Euro ein. Der Löwenanteil davon ging mit 97,3 Mill. Euro allerdings auf das Firmenkonto. Die Altgesellschafter mussten sich mit einem wesentlich kleineren Erlös begnügen als vorgesehen.

SAF-Holland ist in diesem Jahr der 21. Neuzugang im stark regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse. Weitere Börsengänge erwarten Experten nach Ende der Sommerpause Anfang September.

Mit dem frischen Kapital will SAF-Holland aus Bessenbach bei Aschaffenburg die 375 Mill. Euro schwere Schuldenlast reduzieren. Für 2007 stellte Vorstandschef Rudi Ludwig einen auf Vorjahresniveau von rund 780 Mill. Euro liegenden Umsatz in Aussicht. Unter dem Strich erzielte der Produzent von Achsen und Fahrwerkssystemen für Lastwagen, Sattelauflieger und Anhänger im vergangenen Jahr einen Gewinn von 31,5 Mill. Euro.

Organisiert wurde der Börsengang von der US-Investmentbank Morgan Stanley.


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