Die Aktien von Solarworld und Sunways brachen am Montag um bis zu 17 Prozent ein. „Das ist reine Psychologie. Es wird darauf spekuliert, dass es bei den Neuwahlen einen Machtwechsel im Bund gibt und diese Firmen von den Gesetzen der neuen Regierung nicht mehr so profitieren“, sagte ein Händler.
Ein Analyst warnte aber vor Überreaktionen: „Bis sich die Politik wirklich ändert, muss eine Menge passieren. Zunächst muss die Opposition die Wahl auch wirklich gewinnen, und dann muss sie sich auf eine gemeinsame Haltung zu erneuerbaren Energien verständigen“, sagte ein Frankfurter Analyst, der nicht namentlich genannt werden wollte.
Solarfirmen profitieren derzeit von gesetzlichen Regelungen der SPD-geführten Bundesregierung, wonach Strom aus alternativen Energien von den Elektrizitätswerken zu einem festen, lukrativen Preis abgenommen werden muss. Die Solarwirtschaft erwartet dabei zunächst keine gravierenden Veränderungen. „Photovoltaik ist High-Tech, darauf will auch die Opposition nicht verzichten. Außerdem sind die Opposition und die Regierung in Berlin bei der Solarenergie nicht so weit auseinander“, sagte Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS), die rund 500 Firmen der Branche vertritt.
