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20.01.2006 
Seit der Gründung ist das Unternehmen kontinuierlich gewachsen

Spekulationen um Delticom-Börsengang

Der Internet-Reifenhändler Delticom aus Hannover visiert Finanzkreisen zufolge für das späte Frühjahr einen Börsengang an.

HB FRANKFURT. „Ein IPO im ersten Quartal ist praktisch auszuschließen, aber für das zweite kann man sich das gut vorstellen - wahrscheinlich noch vor Juni“, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. „Allerdings ist das noch nicht in Stein gemeißelt.“ Zudem stehe die Struktur des Initial Public Offerings (IPO) noch nicht fest. Klar sei aus jetziger Sicht nur, dass es im Zuge des Börsengangs wohl eine Kapitalerhöhung geben werde.

Delticom wollte sich noch nicht auf seine Pläne festlegen: „Eine Entscheidung über einen möglichen Börsengang oder den Zeitpunkt eines möglichen Börsengangs wurde noch nicht getroffen“, sagte Vorstand Andreas Prüfer. „Wir haben jedoch Banken und Berater damit beauftragt, verschiedene Möglichkeiten zu evaluieren.“ Finanzkreisen zufolge haben die Federführung bei der Börsenplatzierung die zur Allianz gehörende Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) sowie das US-Bankhaus Lehman Brothers.

Delticom verkauft über das Internet Autoreifen und -felgen an Privat- und Geschäftskunden. Die 1999 gegründete Gesellschaft ist in 25 Ländern Europas aktiv und hat 6 600 Servicepartner. Seit der Gründung ist das Unternehmen kontinuierlich gewachsen.

Nach Angaben von Delticom hat sich der Umsatz 2005 um 60 Prozent auf rund 128 Millionen Euro erhöht. Im Jahr zuvor war der Umsatz ebenfalls um 60 Prozent auf 80 Millionen Euro gestiegen. „Unser Winterreifen-Geschäft lief und läuft ausgesprochen gut“, betonte Prüfer. Delticom profitiere von der höheren Preisempfindlichkeit der Kunden. Angaben über die Ergebnisentwicklung macht die Firma nicht. „Delticom ist profitabel, und das seit mehreren Jahren“, sagte die mit der Angelegenheit vertraute Person.

An Delticom sind die Vorstandsmitglieder Rainer Binder und Prüfer mit 37 und 35 Prozent beteiligt. Zehn Prozent der Anteile liegen in den Händen der Risikokapitalgesellschaft Deutsche Venture Capital (DVC).

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