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12.10.2005 
Umwandlung in AG noch 2005

Wacker-Chemie hat Börsengang im Blick

Der Chemiekonzern Wacker hat angekündigt, sich von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung in eine Aktiengesellschaft umwandeln zu wollen. Börsengang nicht ausgeschlossen.

HB MÜNCHEN. „Wir gehen davon aus, dass wir die Umwandlung noch in diesem Jahr abschließen können“, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in München und bestätigte damit einen Bericht der „Financial Times Deutschland“ (Mittwochsausgabe). Man habe allerdings gerade erst damit begonnen, die internen Prozesse für die Umwandlung anzustoßen.

Die Zeitung berief sich in dem Bericht auf eine interne E-Mail von Firmenchef Peter-Alexander Wacker an Führungskräfte. Darin habe dieser auch einen Börsengang als mögliche Option genannt. „Es wäre unseres Erachtens nicht klug, wenn wir heute diese theoretische Option ausschließen würden. Ein möglicher Börsengang von Wacker kann eine Option sein“, zitierte die Zeitung aus der Mail.

Wacker hatte ursprünglich bereits für seine Halbleitersparte Siltronic einen Börsengang geplant, der aber wegen der mangelnden Nachfrage geplatzt war. Der FTD zufolge verhandelt der Konzern mit dem Finanzinvestor Francisco, bei dem Ex-Infineon-Chef Ulrich Schumacher Partner ist, über einen Verkauf von Siltronic. Der Unternehmenssprecher wollte sich dazu nicht äußern. „Das sind Marktgerüchte, die wir nicht kommentieren.“

Wacker wird zu 100 Prozent von der Gründerfamilie kontrolliert. Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hatte Mitte August seinen Anteil von 44,4 Prozent an die Familie Wacker abgetreten. Zum Kaufpreis machten die beiden Firmen keine Angaben.

Wacker erzielte mit Chemikalien und als Zulieferer für die Halbleiterindustrie zuletzt einen Jahresumsatz von rund 2,5 Mrd. Euro und einen Gewinn von 80 Mill. Euro. Konzernchef Peter-Alexander Wacker versucht, das Unternehmen mit seinen fast 15 000 Mitarbeitern ganz auf das Chemiegeschäft auszurichten.

Die Sparte Siltronic, die abgestoßen werden soll, stellt Siliziumscheiben her, so genannte Wafer, auf denen die Halbleiterindustrie ihre Chips produzieren. Die Sparte schrieb zuletzt rote Zahlen, soll aber kommendes Jahr wieder einen Gewinn erwirtschaften. Für den gesamten Konzern verspricht Peter-Alexander Wacker 2005 Jahr einen stabilen Gewinn und einen steigenden Umsatz.

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