
Nur zertifizierte Produkte werden vom Staat gefördert. Sie zeichnen sich durch ein hohes Maß an Sicherheit aus, sind allerdings wenig flexibel. Die Produkte sind stets mit einer Kapitalgarantie ausgestattet: Am Laufzeitende müssen die Anbieter mindestens die eingezahlten Beiträge mit allen Zulagen auszahlen.
Die Sparer können alternativ in einen Banksparplan, eine Versicherung oder einen Fondssparplan investieren. Die Versicherer müssen derzeit das Geld mit einem Garantiezins von 2,25 Prozent verzinsen. Allerdings fallen bei den Policen hohe Kosten an. Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind enorm. Die kostengünstigsten Produkte bieten Direktversicherer an.
Auch bei einem Banksparplan fallen die Renditen bescheiden aus. Grund ist die aktuelle Niedrigzinspolitik der Notenbanken. Dafür zeichnen sich diese Angebote durch geringe Kosten aus. Doch nur wenige Sparkassen und Volksbanken bieten diese Riester-Sparpläne an. Die Wertentwicklung sollte an einen Index gekoppelt sein.
Attraktiv sind Fondssparpläne. Allerdings können die Sparer bei Riester-Produkten nicht selbst auswählen, in welche Fonds sie investieren. Der Anbieter entscheidet, welche Titel er kauft. Auch die Aufteilung zwischen Aktien- und Rentenfonds legt er fest. Der Emittent muss bei Beginn der Auszahlphase die einbezahlten Beiträge garantieren und geht deswegen keine hohen Risiken ein. Vor allem junge Sparer profitieren in der Regel aber von einer hohen Aktienquote. Dadurch sind höhere Renditen möglich.
Attraktive Riester-Fondssparpläne zeichnen sich durch ein gutes Risikomanagement und eine möglichst gute Auswahl der Fonds aus. Diese sollten sich in der Vergangenheit bewährt und in steigenden sowie fallenden Marktphasen eine überdurchschnittliche Performance erzielt haben. Bei den Aktienfonds kommen breit aufgestellte Papiere in Frage, die europa- oder weltweit investieren.
Für Immobilienkäufer ist der sogenannte Wohn-Riester eine Alternative. Sie können das angesparte Kapital zum Erwerb einer Immobilie nutzen. Alle Formen von Riester-Verträgen können zu diesem Zweck genutzt werden. Das Ansparen funktioniert identisch. Beim Kauf eines Objekts kann die Summe entnommen und damit der Kauf finanziert werden. Die angesparte Summe kann auch für die Tilgung eines Darlehens genutzt werden. Besteuert wird die Auszahlung erst bei Renteneintritt. Dazu wird das sogenannte Wohnförderkonto eingerichtet. Auf diesem wird vermerkt, welche Beträge und Zulagen steuerfrei in die Immobilie flossen. Dafür sind nachträglich Steuern zu bezahlen.





