
Akademiker/Gutverdiener: Viele, die studiert haben, treten erst mit 30 Jahren ins Berufsleben ein. Wer danach kontinuierlich beschäftigt ist und mehr verdient als der Durchschnittsverdiener, zahlt höhere Beiträge und kann so in kürzerer Zeit auf den gleichen Rentenanspruch kommen. Doch die Beiträge sind nach oben gedeckelt. Auch Gutverdiener können höchstens den 1,8-fachen Satz in die Rentenkasse einzahlen.
Frauen: Nur 69,9 Prozent der Frauen sind bundesweit erwerbstätig. Von den insgesamt 12,6 Millionen Beschäftigten arbeiten 38 Prozent in Teilzeit. 63 Prozent der Frauen mit minderjährigen Kindern sind teilzeitbeschäftigt. Sie müssen eine niedrige Rente in Kauf nehmen. Dabei mindern Förderungen den Effekt. Familien können sich unter www.vorsorge-finanzplanung.de eine (kostenpflichtige) Studie des Deutschen Vorsorgeinstituts herunterladen, die den Effekt für verschiedene Lebensmodelle veranschaulicht.
Langzeitarbeitslose: Sieben Prozent der Erwerbsbevölkerung sind derzeit in Deutschland ohne Beschäftigung. 45 Prozent dieser Menschen sind länger als ein Jahr arbeitslos. 7,4 Millionen beziehen Hartz IV. Das Altersentgelt liegt schon jetzt unter der Armutsrisikoschwelle, die laut Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung für Alleinlebende 781 Euro monatlich beträgt.
Ältere Arbeitnehmer: Zwischen Arbeitsende und Rentenbeginn wechselt die Mehrheit der Erwerbstätigen nicht mehr aus dem Beruf in die Rente, sondern wird zunächst arbeitslos. Eine schwierige Überbrückungsphase ist zur Regel geworden. Daher gehen viele vorzeitig in Rente, obwohl Kürzungen des Ruhegeldes drohen. Rentner, die vorher in einer stabilen Beschäftigung waren, erhalten im Durchschnitt eine Altersrente von 1.029 Euro im Monat. Dagegen müssen sich jene, die direkt nach ihrer Arbeitslosigkeit in Rente gegangen sind, mit durchschnittlich 726 Euro im Monat begnügen.
Selbstständige: Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland sind Solo-Selbstständige. Viele von ihnen haben ihren Ein-Mann-Betrieb nach Monaten der Arbeitslosigkeit gegründet und verdienen am Existenzminimum. In einer Umfrage gaben 45 Prozent an, kein Geld fürs Alter zurückzulegen, obwohl sie nicht Mitglied in der Rentenversicherung sind.





