
Wie viel Geld brauche ich im Alter?
Experten rechnen damit, dass nach dem Renteneintritt 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens gebraucht werden, um keine großen Abstriche beim Lebensstandard hinnehmen zu müssen. Eine mögliche Inflation muss einkalkuliert werden. Rund 2,9 Prozent per anno verliert unsere Währung seit 1960 durchschnittlich an Wert.
Was zeigt die Rentenlücke?
Die Lücke zeigt, wie viel ein arbeitender Mensch im erwerbsfähigen Alter sparen muss, um die Differenz zwischen der gesetzlichen Rente und dem benötigten Einkommen im Alter zu stopfen. Je jünger der Arbeitnehmer ist, desto gröber fällt die Schätzung aus. Wer private Vorsorge betreibt, sollte das Sparverhalten den Lebensumständen und finanziellen Ansprüchen regelmäßig anpassen.
Wie muss ich vorgehen, wenn ich vor Erreichen der Altersgrenze in Rente gehen will?
Offiziell liegt die Altersgrenze für alle, die nach dem 1.1.1964 geboren sind, bei 67 Jahren. Nur wer 45 Jahre gearbeitet hat, kann bereits mit 65 in Rente gehen. Wer früher in den Ruhestand gehen möchte, kalkuliert mit Abschlägen. Bei Rentenbeginn mit 63 Jahren sind es für jeden Monat, den man früher gehen möchte, 0,3 Prozent. Wer das Angebot nutzt, muss also selbst für eine Zusatzrente sorgen, die nochmal 14,4 Prozent abdeckt.
Wer noch früher aufhören will zu arbeiten, kann erstmals im Alter von 54 Jahren eine vorzeitige Rentenberechnung anfordern. Hier erfährt der Versicherte, mit wie viel Abschlag er rechnen muss, wenn er mit 60 oder 58 Jahren in den Ruhestand geht. Abschläge können mit zusätzlichen Einzahlungen vermieden werden.





