
Was sind die Vor- und Nachteile eines Banksparplans?
Vorteil Sicherheit: Banksparpläne gelten als sicher, zumindest wenn man sie bei Banken abschließt, die Mitglied beim deutschen Einlagensicherungsfonds sind. Sie haben kein Verlustrisiko – zumindest nominal. Und sie sind relativ flexibel. Wer vorzeitig kündigt, erhält in der Regel die Summe seiner Einzahlungen zurück. Banksparpläne mit variablem Zins überweisen meist auch die bereits erzielten Zinsen, sofern Sparer die Kündigungsfrist einhalten. In der Regel sind es drei Monate. Anleger sollten jedoch genau auf das Kleingedruckte achten: Manche Verträge, die Kunden langfristig fixe Konditionen bieten, schließen eine vorzeitige Kündigung aus. Immerhin sind die Kosten für einen Banksparplan niedrig.
Nachteil Rendite: Die Verzinsung von vielen Banksparplänen ist so niedrig, dass sie nach Steuern kaum die Inflation ausgleicht.
Wie funktioniert das Produkt und wie erkenne ich attraktive Varianten?
Bei Banksparplänen hängt die Rendite von der künftigen Zinsentwicklung ab. Grundsätzlich gibt es zwei Verzinsungsmodelle: Bei vielen Anbietern orientiert sich der Zinssatz an einem festen Referenzzins, wie etwa der Umlaufrendite öffentlicher Anleihen. Andere koppeln den Zinssatz dagegen an einen Mix aus kurz- und längerfristigen Zinsen. Die Mischung besteht beispielsweise aus 30 Prozent Euribor und 70 Prozent zehnjährigen Bundesanleihen. Bei dieser Version kommen oft auch Bonussysteme ins Spiel, bei denen Sparer für ihr Durchhaltevermögen belohnt werden. Davon profitieren vor allem jene, deren Verträge lange laufen.
Banksparpläne werden von mehreren Instituten angeboten. Die Vertragsbedingungen sind oft unterschiedlich. Privatkunden könnten die Angebot nur vergleichen, wenn sie das mögliche Ergebnis für ausgewählte Zeiträume berechnen.
Stets aktuelle Vergleiche finden Interessierte unter http://www.fmh.de/resources/assets/Ansparplan.pdf.
Für wen eignet sich das Produkt und was muss ich beachten?
Da die Renditen eher niedrig sind, eignen sich Banksparpläne vor allem für konservative Anleger, die das Geld nicht allzu lange anlegen wollen. In punkto Altersvorsorge empfehlen Verbraucherschütze Banksparpläne vor allem älteren Arbeitnehmern, die nur noch wenige Jahre zum Ansparen haben.
Zudem sollte jeder, der über keinen Notgroschen verfügt, überlegen, mit den Sparplänen kurzfristig Geld anzusparen. Mindestens zwei bis drei Nettogehälter sollten stets innerhalb kurzer Frist liquidierbar sein, falls etwas Unvorhergesehenes eintritt. Kein Geld auf der hohen Kante zu haben, ist ein Kardinalfehler, den viele Anleger hierzulande machen. Dann müssen sie zu ungünstigen Zeiten Wertpapiere verkaufen oder Lebensversicherungen vorzeitig kündigen, um an Bares zu kommen. Dadurch entstehen meist hohe Verluste.
Sparfüchse orientieren sich bei diesen Produkten nicht nur an der Hausbank. Direktbanken oder Bausparkassen bieten oft erheblich bessere Konditionen. Sparer sollten zudem nur Institute wählen, die der deutschen Einlagensicherung unterliegen. Vorsichtige Anleger legen auch dann nie mehr als 20.000 Euro bei einem Anbieter an.





