
Für wen eignet sich ein Fondsentnahmeplan?
Auszahlpläne bieten Sparern die Möglichkeit, sich Kapital in regelmäßigen, meist monatlichen Raten auszahlen zu lassen. Sie kommen zum Beispiel für Senioren in Frage, die eine gerade fällig gewordene Lebensversicherung in eine monatliche Rente umwandeln wollen. So lassen sich mit Auszahlplänen regelmäßige Ausgaben begleichen. Es gibt mehrere Varianten von Auszahlplänen. Neben der Sofortrente und dem Bankauszahlplan gibt es den Fondsentnahmeplan. Dabei wird ein einmaliger Anlagebetrag in Fonds investiert. Dabei werden regelmäßig Anteile verkauft und das Geld an den Kunden überwiesen. Er entscheidet über die Höhe der Auszahlung, die Fonds und deren Laufzeit. Auch attraktive Aktienfonds stehen zur Auswahl. Die Chancen sind groß, jedoch auch die Risiken. Fondsentnahmepläne kommen daher nur für erfahrene Investoren in Frage, die auch mit Marktschwankungen umgehen können.
Wer bietet diese Produkte an und worauf muss ich achten?
Fondsgesellschaften und Banken bieten Fondsentnahmepläne an. Es gibt Angebote, die von vornherein die Produkte und das Verhältnis von Aktien- und Rentenfonds festlegen. Bei anderen Varianten haben die Anleger die Wahl: Sie können selbst entscheiden, in welche Produkte sie das Geld investieren. Dabei sollten sie einen Anbieter mit einem möglichst großen Spektrum an Fonds wählen. Wenn Banken ausschließlich die Produkte der hauseigenen Fondsgesellschaften offerieren, ist das ein Nachteil. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Kosten: Bei sogenannten Fondssupermärkten ist das Spektrum groß und Investoren können die Produkte meist ohne oder zumindest mit reduziertem Ausgabeaufschlag erwerben. Vor dem Kauf sollten sie genau ihre Ziele definieren und die richtige Mischung wählen. Es hat Sinn, neben Aktien- und Rentenfonds auch andere Papiere beizumischen.
Wie viel Rendite ist bei Fondsentnahmeplänen zu erwarten?
Die Rendite hängt von der Qualität der ausgewählten Fonds ab. Aktienfonds bieten naturgemäß die besten Chancen. Im historischen Schnitt brachten zum Beispiel Produkte, die weltweit investieren, in den vergangenen 30 Jahren eine Rendite von 7,8 Prozent per anno. Wer dagegen in den vergangenen zehn Jahren investiert war, musste jährliche Verluste von 3,8 Prozent hinnehmen. Der Grund: In diesem Jahrzehnt kostete nicht nur die Finanzkrise jede Menge Rendite, auch der Kurssturz nach dem Platzen der Internet-Blase im Jahr 2000 kratze an an den Kursen.
Deutlich stabiler entwickelten sich Rentenfonds. Papiere mit Schwerpunkt Euroland brachten in den vergangenen zehn Jahren ein Plus von 4,4 Prozent per anno. Auch die 30-Jahres-Bilanz fällt mit einer Performance von 6,6 Prozent pro Jahr ordentlich aus. Anleger sollten bei einem Fondsentnahmeplan solide Rentenfonds und Produkte auf Aktien mischen.
Wie kann ich Risiken absichern?
Um die Risiken möglichst gering zu halten, kann der Anteil von Fonds mit relativ hohen Schwankungen reduziert werden. Dazu zählen naturgemäß Aktienfonds, bei denen die Wertentwicklung je nach Marktumfeld stark schwankt. Aber auch Fonds mit Schwerpunkt Unternehmensanleihen entwickeln sich je nach konjunkturellem Umfeld sehr unterschiedlich. Im Krisenjahr 2008 zeigten sie eine verheerende Entwicklung.
Ein relativ hohes Maß an Sicherheit bieten Fonds, die in erstklassige Staatsanleihen investieren. Vor allem Fonds, die auf Anleihen mit kurzer Laufzeit setzen, boten in der Vergangenheit eine relativ stabile Entwicklung.





