Auslandsentsendung
Was man vor Antritt beachten sollte

Wie sichere ich meine Entsendung rechtlich ab? Wie handele ich den Vertrag richtig aus? Und wie nutze ich die Steuervorteile? Was es vor Antritt des Auslandsjobs zu beachten gilt.
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Eine Entsendung im juristischen Sinne liegt vor, wenn ein inländisches Unternehmen ihren Mitarbeiter im Ausland beschäftigt und der Aufenthalt zuvor zeitlich begrenzt wird. Es gibt große Unterschiede, ob der Mitarbeiter innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union arbeitet – sowohl im Arbeits-, Steuer- als auch im Sozialrecht.   

Die Beispiele sind sehr kompliziert und einem Laien schwer darzustellen, da es viele Parameter gibt. Schlagwörter wären aber das Doppelbesteuerungsabkommen mit vielen Ländern oder die Sozialrechtsabkommen. Für jedes Land muss separat geschaut werden, wie die Besteuerung und die soziale Absicherung gewährleistet wird.

Vertrag richtig aushandeln

Die Entsendung kann über einen gesonderten Entsendungsvertrag oder eine Ergänzung des bestehenden Arbeitsvertrages erfolgen. Oft kommt es auch vor, dass ein Arbeitsvertrag mit einem ausländischen Tochterunternehmen geschlossen wird. „In diesem Fall sollte darauf geachtet werden, dass der inländische Arbeitsvertrag ruhend gestellt wird und bei Rückkehr wieder auflebt“, sagt Rechtsanwalt Abeln.

Arbeitgeber und Führungskraft sind dazu verpflichtet, einen Vertrag aufzusetzen. Neben der Dauer der im Ausland auszuübenden Tätigkeit muss dort auch aufgeführt sein, in welcher Währung er sein Salär ausgezahlt bekommt und unter welchen Bedingungen er zurückkehren kann.

Zusätzlich sollten Führungskräfte alle weiteren Regelungen schriftlich fixieren: etwa die Kranken-, Unfall- und Lebensversicherung, Dienstwagen, Mietkostenübernahme, Schulgeld, Fahrer, Heimflugkosten, Umzugskosten und Einlagerungskosten, die Weitergeltung der betrieblichen Altersversorgung sowie Regelungen über die noch einzuholende Arbeitserlaubnis.

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