Auslandsjob
Wie Sie die Rückkehr richtig planen

Im Entsendevertrag sollte auch Details zur Rückkehr des Angestellten festgehalten werden. Ist das nicht der Fall, kann es unter Umständen zu bösen Überraschungen kommen, sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber.
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Die vertraglich vereinbarte Rückkehr gestaltet sich meist unproblematisch. Wenn das Unternehmen die Kosten für die Hinreise übernommen hat, hat es auch die erforderlichen Kosten für die Rückreise zu übernehmen. Eleganter, als hierüber eine Auseinandersetzung zu führen ist es, die Rückreisekosten zuvor im Entsendungsvertrag zu vereinbaren.

Eine ungeplante, vorzeitige Rückkehr ist nur gestattet, wenn dieser Punkt im Entsendungsvertrag geregelt ist. „Kehrt der Expatriate eigenmächtig zurück, muss der Arbeitgeber kein Gehalt zahlen und kann eine Abmahnung oder gar Kündigung aussprechen“, sagt Abeln.

Bei Krisen wie etwa in Ägypten oder Libyen oder bei erheblichen Umweltgefahren kann der Arbeitnehmer auch ohne Einwilligung des Chefs abreisen. In diesem Falle besteht sogar Fürsorgepflicht des Arbeitgebers. Der Chef muss dafür sorgen, dass der Mitarbeiter im Ausland nicht gefährdet wird. Bei einer konkreten Gefahr, muss der Arbeitgeber für eine sichere Rückkehr Sorge leisten.

Rückruf und Kündigung

Nicht alle Entsendungsverträge enthalten sogenannte Rückrufklauseln. Oft wird nichts für den Fall des Rückrufes oder der Rückkehr geregelt. Wenn der Arbeitgeber den Entsandten gegen seinen Willen vorzeitig wieder zurückholen möchte, hat er schlechte Karten. „Fehlt eine solche Klausel, so ist der vorzeitige Rückruf unwirksam, denn die Entsendung war ja von vornherein befristet“.

Auch bei bestehenden Klauseln gibt es immer wieder Handlungsspielraum. „Nicht alle Rückrufklauseln sind auch wirksam“, sagt Abeln. Ein sehr kurzfristiger Rückruf ohne angemessene Vorbereitungszeit oder ein grundloser Rückruf wären rechtswidrig, wenn der Vertrag vorformuliert wurde.

Das ist besonders wichtig im Falle einer Kündigung. Gegen die können Mitarbeiter auch aus dem Ausland juristisch vorgehen. Es gilt deutsches Recht - die Frist für eine Kündigungsschutzklage beträgt mit dem Zugang drei Wochen.

Jens Hagen
Jens Hagen
Handelsblatt / Redakteur

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