Entschädigungen
Wann Abfindung und Boni fällig werden

Nach der Kündigungen geht es ums Geld. Doch wann wird eine Abfindung fällig? Und hat der Mitarbeiter ein Anrecht auf Bonuszahlungen? Bei Führungskräften ist die Abfindung oft Verhandlungssache.
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Mit Ausnahme von Sozialplänen und einer besonderen und nicht sehr praxisrelevanten Verfahrensregelung im Kündigungsschutzgesetz gibt es keinen Anspruch auf Abfindungen. Sie sind reine Verhandlungssache.

Ihre Höhe bestimmt sich nach vielen Faktoren, die alle aufeinander Einfluss nehmen. Es gibt – anders als viele meinen – daher auch keine „Faustformel“, nach der eine angemessene Abfindung berechnet werden kann. Positiv auf die Höhe der Abfindung wirken etwa eine lange Betriebszugehörigkeit, das Fehlen von Kündigungsgründen, vergleichsweise schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt und ein guter Durchhaltewille bei den Verhandlungen.

Doch Vorsicht: Jeder Einzelfall bedarf einer detaillierten Betrachtung und scheinbar vergleichbare Fälle können strategisch vollkommen unterschiedliche Anforderungen stellen und somit auch zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Der steuerliche Gestaltungsspielraum ist leider begrenzt. Bei anschließender Arbeitslosigkeit kann eine Verlagerung des Austritts aus dem Unternehmen an den Anfang des Folgejahres die Steuerlast drücken. Nach einer Gesetzesänderung des Bundestages gibt es keine Freibeträge mehr, die Abfindung wird daher in voller Höhe besteuert.

Geblieben ist eine steuerliche Ermäßigung nach dem sogenannten Fünftelungsprinzip. Kurz gesagt wird hier so getan, als würde die Abfindung über fünf Veranlagungszeiträume hinweg in Teilen ausgezahlt, wodurch sich der Steuersatz aufgrund der Aufteilung etwas reduziert und insgesamt weniger Steuern auf die Abfindung anfallen, auch wenn diese am Stück gezahlt wird.

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Boni nicht vergessen

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