Geldanlage

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Aktiv oder passiv?: Was kann der Fondsmanager, was ein ETF nicht kann?

Der Markt für börsengehandelte Fonds wächst. Doch wann lohnt sich ein ETF und wann sollten Anleger ihr Geld besser in die Hände eines Fondsmanagers geben? Ein Vergleich aktiv gegen passiv.

Der Markt für börsengehandelte Fonds, kurz ETFs (Exchange Traded Funds), wächst in Deutschland stark. Diese Produkte bilden einen Index eins zu eins ab, das heißt sie machen jede Bewegung nach oben oder unten mit. Deswegen werden sie als passive Produkte bezeichnet. Dagegen entscheidet bei einem aktiv gemanagten Fonds der Manager über die Auswahl der Einzeltitel. ETFs sind kostengünstig: Vor allem Papiere für große Indizes wie den Euro Stoxx 50 sind ausgesprochen billig und damit eine echte Alternative zu aktiven Fonds. Zudem können Anleger ihre Wertentwicklung sehr leicht verfolgen.

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Als Faustformel ist es immer dann sinnvoll, ETFs einzusetzen, wenn es in einem Markt nur wenige Fonds gibt, die ihren Vergleichsindex schlagen. So sollten Anleger die Produkte beispielsweise bei europäischen Blue Chips ins Kalkül ziehen. Je exotischer hingegen die Anlageklasse, desto eher kann ein aktiv gemanagter Fonds lohnen. Vor allem bei Nebenwerten und in Schwellenländern ist es für Fondsmanager leichter, den Index schlagen, weil hier weniger Analysten die Aktien beobachten. So lassen sich echte Perlen finden.

Profis setzen zudem ETFs ein, wenn sie kurzfristig auf ein Anlagesegment spekulieren und die Gebühren gering halten wollen.

Doch in vielen Fällen ist die Wahl zwischen ETFs und aktiven Fonds auch einfach Geschmacksache. Immer sollten Anleger, die einen ETF kaufen, sich jedoch den Index, auf den sie setzen, genau ansehen. Wichtig ist zum Beispiel, ob es sich um einen Performance- oder einen Kursindex handelt. Die erste Variante enthält Dividenden, die zweite nicht.

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