
Ein Investmentfonds speist sich aus dem Geld vieler Anleger. Professionelle Fondsmanager legen das Kapital nach den Anlagerichtlinien, die im Verkaufsprospekt stehen, auf den Kapitalmärkten an. Dabei müssen die Fondsmanager Risiken breit streuen. Der Reiz für Kleinanleger besteht darin, dass sie auf diese Weise selbst mit kleinen Beträgen in ein breit diversifiziertes Portfolio investieren können. Das Fondsvermögen wird vom sonstigen Kapital des Fondsemittenten streng getrennt und gilt als Sondervermögen, auf das Gläubiger im Pleitefall einer Fondsgesellschaft keinen Zugriff haben.
Während die Fondsgesellschaft das Geld verwaltet, ist es Aufgabe der Depotbank, die Fondsanteile sicher zu verwahren, täglich den Anteilspreis zu berechnen und die Einhaltung der Anlagerichtlinien zu überwachen. Offene Fonds müssen täglich ge- und verkauft werden können. Die Anlagen sind also prinzipiell sehr liquide. Ausnahmen sind offene Immobilienfonds, die das Geld der Anleger in Gewerbeimmobilien investieren. Hier müssen die Fondsmanager zwar Liquidität vorhalten, um Anleger, die aussteigen wollen, bedienen zu können. Doch wenn Investoren im großen Stil aussteigen, lassen sich die Gebäude nur mit Zeitverzug liquidieren. In den vergangenen Jahren mussten daher immer wieder Fonds schließen. Anleger müssen im schlimmsten Fall vier Jahre und länger auf ihr Geld warten.
Wie finde ich den passenden Fonds?
Gute Hinweise auf attraktive Papiere finden Anleger auf der frei zugänglichen Seite der Ratingagentur Morningstar. Unter www.morningstarfonds.de sind für jede Fondskategorie Produkte mit dem Spitzenrating von fünf Sternen zu finden. Diese Bewertung zeigt, dass das Portfolio im Hinblick auf Risiko- und Renditebewertung in den vergangenen drei Jahren hervorragende Ergebnisse erzielt hat. Zudem gibt es Risiko- und Performancedaten zu allen Investmentfonds, die hierzulande erhältlich sind, Angaben zum Fondsmanager, zur Fondsstrategie und zu den Gebühren. Die Datenbank ist ideal, um eine Vorauswahl zu treffen.
Andere Ratingagenturen sind weniger offen mit Daten. Unter http://www.feri-fund-rating.com werden die Fonds nicht nach Performance geordnet, sondern ausschließlich nach ihrem Rating. Nur wer die einzelnen Fonds anklickt, erhält für das jeweilige Produkt detaillierte Angaben. Interessant ist diese Seite in erster Linie, um für ausgewählte Papiere eine zweite Analyse zur Hand zu haben. Sehr gut ist die Übersicht, wann welche Noten vergeben wurden und bei welchen Fonds Urteile überdacht werden. Fondsratings auf einen Blick bietet das Online-Portal Onvista. Hier werden auch die Kriterien erläutert, nach denen die Ratingagenturen einzelne Portfolios beurteilen.
Auch die Bewertungen von Sauren Research sind interessant. Das Haus beurteilt in einem aufwändigen Verfahren nicht die einzelnen Portfolios, sondern die Qualitäten der Fondsmanager. Unter www.sauren.de finden Interessierte neben den Urteilen manchmal auch ausführliche Analysen. Leider sind die Kapazitäten der Experten begrenzt, weshalb nicht alle Portfoliolenker berücksichtigt sind.






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