
Für wen sind Anleihen interessant?
Anleihen gelten als ideal, um Risiken im Depot abzufedern. Vor allem Staatspapiere von erstklassigen Schuldnern genießen einen sehr guten Ruf. Doch Achtung: Der Markt erlebte in den vergangenen Jahren einen Paradigmenwechsel. Bis 1998 waren Anleiheinvestments in Deutschland ein sicheres Geschäft. Seit der Nachkriegszeit rentierten zehnjährige Staatsanleihen durchschnittlich mit sieben Prozent. Dann änderte sich der Zinszyklus. Der Leitzins wurde wie in den USA auf 2,5 bis 4 Prozent gesenkt. Damit wurde es schwierig, mit Staatsanleihen mehr als vier Prozent per anno zu verdienen. Im Zuge der Finanzkrise senkten die Notenbanken die Zinsen noch stärker ab.
Für konservative Anleger, die Staatsanleihen bevorzugen, sind die Folgen erheblich: Sogenannte sichere Papiere wie die zehnjährige Bundesanleihe, die von Ratingagenturen mit der Bestnote „AAA“ bewertet werden, rentieren derzeit rekordverdächtig niedrig. Papiere von Problemstaaten, die noch höhere Zinsen zahlen, sind hingegen mit hohen Risiken behaftet.
Eine Alternative zu Staatsanleihen sind Pfandbriefe und Hypothekenanleihen. Sie bieten etwas mehr, das Volumen des Marktes ist allerdings rückläufig. Stark wachsend ist der Markt für Unternehmensanleihen, der in riskante Papiere (High Yield) und solide Bonds (Investmentgrade) aufgeteilt wird. Im zweiten Segment werden Renditen zwischen zwei und sechs Prozent erzielt. High-Yield-Anleihen rentieren höher, haben aber auch ein größeres Ausfallrisiko.
Der Anleger als Gläubiger – was gilt es zu beachten?
Bei einer Anleihe überlassen Investoren Staaten oder Unternehmen für einen bestimmten Zeitraum Geld und haben dafür einen schuldrechtlichen Anspruch auf einen vorher vereinbarten Festzins und auf die Tilgung des überlassenen Kapitalbetrages. Viele Anleihen werden zwar an Finanzmärkten gehandelt; daher kann der Kurs einer Anleihe während der Laufzeit schwanken. Zur Fälligkeit hat der Anleger aber Kurssicherheit. Denn Anleihen müssen in der Regel zum Kurs von 100 getilgt werden. Nur wenn der Emittent während der Laufzeit insolvent wird, können Anleger Geld verlieren. Es gilt daher vor allem die Zahlungskraft oder die Bonität eines Anleiheemittenten zu bewerten, bevor man investiert. Die Urteile von Ratingagenturen sind dabei ein wichtiger Maßstab.

Dürfte wohl logisch sein: Wenn jemand Verluste macht, stellt er ein höheres Risiko dar, welches sich der Investor mit einem höheren Zins abgelten lässt. Wenn der Investor davon ausgeht, dass der Schuldner durch höhere Zinszahlungen in immer tiefere Schuldenkrisen gerät und kein Ausweg mehr gesehen wird, so wird er (der Investor) auch bei höchsten Zinssätzen kein Invest mehr tätigen: ein wenig Vertrauen in die Leistungsfähigkeit bzw. Sicherheit sollte beim Investor schon noch gegeben sein!

Wem es gut geht und wer hohe Gewinne macht, muss wenig zahlen; wer Verluste macht, muss viel zahlen und gerät in immer tiefere Schuldenkrisen: Merkwürdiges System...

schlecht erläutert:
Der Erfolg passt zwar in die historische Zeitreihe.
-welche Zeitreihe?
Doch Vorsicht: Bundeswertpapiere notieren seit einigen Jahren deutlich niedriger.
-also die Staatsanleihen?
Das zeigt die Umlaufrendite, die derzeit bei 2,3 Prozent liegt – ein historisch niedriges Niveau.
-Was ist denn die Umlaufrendite und wie berechnet die sich?






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