Geldanlage

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Die Macht der Agenturen: Was Ratings über Anleihen aussagen

„AA+“,„Baa1“, „SD": Mit scheinbar kryptischen Bezeichnungen bewerten Ratingagenturen die Bonität von Anleiheemittenten. Ihr Urteil bestimmt letztlich den Kurs. Was Ratings aussagen und wie verlässlich sie sind.

Ratingagenturen beurteilen die Bonität von Anleiheemittenten. Ihr Urteil bestimmt letztlich den Kurs der Papiere. Senken daher die drei bedeutendsten Agenturen Fitch, Moody's oder Standard & Poor's den Daumen, erzittern die Märkte. Entscheidend ist für viele institutionelle Investoren die Einstufung in Risikoklassen. Bis zum Urteil „Investmentgrade“ gelten die Anleihen als sicher. Als Grenze hierfür gilt bei Standard & Poor's und Fitch die Note „BBB-“, bei Moody's ein „Baa3“.

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Reicht die Bonität nicht mehr und das Urteil fällt in den „High-Yield“-Bereich, fallen die Kurse der Anleihen. Viele Großanleger, die laut ihrer Anlagegrundsätze nur solide Bonds halten dürfen, müssen dann aussteigen.

Vor allem während der Finanzkrise sind Ratingagenturen ins Gerede gekommen. In vielen Fällen behielten Unternehmen mit hohem Risiko zu lange ihre Topnoten. Sie wurden, wie etwa General Motors, erst um mehrere Stufen herabgestuft, als die Krise des Unternehmens bereits akut war. Anlegern blieb keine Zeit zu reagieren. Nach der Krise ist zwar offensichtlich, dass es wenig ratsam ist, allein auf das Urteil von Moody's & Co zu vertrauen. Doch was tun? Manche Profis verlassen sich inzwischen mehr auf das Urteil eigener Analysten, die heute mehr Beachtung finden, wenn sie eine abweichende Meinung zu den Ratingagenturen fällen.

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