
Gold gilt als krisensicheres Investment. Wenn die Märkte nervös sind, Kurse einkrachen oder Katastrophen die Welt erschüttern, schlägt die Stunde des Edelmetalls. Dann verkaufen Investoren Aktien und legen sich Goldbarren in den Tresor. Gold gewinnt meist auch an Wert, wenn der Dollar Schwäche zeigt. Wenn das Vertrauen in die nach wie vor wichtigste Währung der Welt leidet, steigt die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen. Auch im Moment erfreut sich das Edelmetall großer Beliebtheit.
Doch auch der Goldpreis unterliegt starken Schwankungen. So verloren Investoren, die 1988 Gold kauften und ein Jahrzehnt später verkauften, rund drei Prozent pro Jahr. Ein Investment in Gold ist also keinesfalls eine Garantie für eine positive und kontinuierliche Wertentwicklung. Tatsache ist aber, dass das Edelmetall eine der geringsten Schwankungsbreiten am Rohstoffmarkt aufweist. Dennoch sind die Kursausschläge viel höher als bei erstklassigen Staatsanleihen.
Viele Experten sind trotz der hohen Kursgewinne immer noch optimistisch für den Goldpreis. Sie halten einen Anstieg auf 2.000 Dollar pro Feinunze in den kommenden Jahren für möglich. Der Grund: Immer mehr Investoren entdecken Gold als Beimischung für ihr Depot. Vor allem in den Schwellenländern steigt mit dem steigenden Lebensstandard die Nachfrage nach dem Edelmetall. Gleichzeitig lässt sich das Angebot kaum ausweiten. Viele der bekannten Minen sind erschöpft. Die Betreiber müssen in immer tieferen Schichten bohren, wodurch die Förderkosten immens steigen.





