
Wie viel Geld habe ich zur Verfügung?
Stets flüssig bleiben, lautet die Maxime erfolgreicher Geldanleger. Denn einen Kredit aufzunehmen, kommt teuer. Listen Sie also zunächst Ihre Einnahmen und Ausgaben auf und überlegen Sie, welche Kosten in den nächsten Monaten auf Sie zukommen. Dann legen Sie einen Notgroschen von mindestens zwei bis drei Monatsgehältern zurück, mit denen Sie eine kaputte Waschmaschine ersetzen oder sich gegen andere Widrigkeiten des Lebens wappnen können. Sichern Sie sich zudem gegen existenzielle Risiken ab. Wer von seiner Hände Arbeit lebt, braucht beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Eltern sollten sich um eine Risikolebenspolice kümmern. Erst wenn Sie die entsprechende Vorsorge getroffen haben, ist Geldanlage ein Thema.
Und damit Sie beim Kassensturz nichts vergessen, gibt es hier einen praktischen Rechner.
Welche Ziele verfolge ich mit meiner Anlage?
Sie träumen von der Reise Ihres Lebens und es gibt auch schon einen Termin dafür? Oder Sie sparen für die Zweitrente oder streben gar die Million an? Jetzt suchen Sie ein geeignetes Investment. Sie wollen dabei vor allem:
Das ist das sogenannte magische Dreieck der Geldanlage. Die Crux besteht darin, dass jeder Anleger möglichst viel Sicherheit, Rentabilität und Liquidität haben möchte, diese drei Ziele aber nicht gleichzeitig erreicht werden können: Sparer, die kein Risiko eingehen wollen, müssen eine vergleichsweise geringere Rendite akzeptieren. Wer viele Jahre Zeit hat und vor allem auf chancenreiche Investments setzt, kann auf satte Erträge hoffen, sofern er nicht doch plötzlich Geld abzieht. Denn wer liquide ist, kann kein Risiko eingehen und hat in puncto Rendite schlechte Karten.
Wie ist mein Zeithorizont?
Je länger Investoren auf das Geld verzichten können, desto chancenreicher darf ein Investment sein. Daher gilt es, genau zu überlegen, für wie viele Jahre ein Betrag angelegt werden soll. Zwar können beispielsweise Aktien oder Fonds jederzeit problemlos verkauft werden. Doch müssen Anleger aussteigen, wenn die Kurse an den Märkten niedrig stehen, realisieren sie unter Umständen Verluste. Wichtig ist auch: Sind Sie als Anleger am Ende der Laufzeit eher flexibel oder muss zu einem bestimmten Zeitpunkt ein fixer Betrag auf dem Konto stehen? Danach wählen Sie Investments aus: Für kurzfristige Sparziele sind wenig riskante Produkte wie Tages- oder Festgeld ideal. Haben Sie drei bis fünf Jahre Zeit, ziehen Sie auch Anleihen, Rentenfonds, Absolute-Return-Varianten oder Mischfonds ins Kalkül. Für reine Aktien- oder Rohstoffinvestments sollten Sie das Geld länger entbehren können. Und brauchen Sie zum Schluss einen festen Betrag, dann beginnen Sie rechtzeitig – ruhig zwei bis drei Jahre vorher – Teilbeträge in sichere Anlagen umzuschichten.




