
Währungsrisiko: Der Handel von Rohstoffen erfolgt meist in US-Dollar. Für Anleger aus dem Euroraum bringt das erhebliche Risiken mit sich. Denn nicht nur die Preisentwicklung des Rohstoffs selbst beeinflusst die Rendite, sondern auch der Wechselkurs spielt eine maßgebliche Rolle. Deswegen sollten Anleger nach Möglichkeit Produkte den Vorzug geben, die Währungsrisiken absichern. Gerade bei Gold macht sich das bezahlt. Oft zeigt das Edelmetall dann eine positive Entwicklung, wenn der Preis für den Dollar sinkt. Die Logik dahinter: Der Greenback ist die Leitwährung der Welt. Kommt er an den Devisenmärkten unter Druck, ist das ein Zeichen für eine Vertrauenskrise. Dann sind gerade vermeintlich sichere Anlagen wie Gold sehr gefragt. Diese Absicherung gibt es allerdings nicht zum Nulltarif.
Roll-Problematik: Auf den Terminmärkten werden Futures auf einzelne Rohstoffe gehandelt. In der Regel sind diese Börsen sehr liquide und transparent. Allerdings haben diese Kontrakte begrenzte Laufzeiten. Die Emittenten von Fonds oder Zertifikaten verkaufen daher kurz vor Ablauf der Frist den betreffenden Kontrakt und kaufen einen neuen mit einer längeren Laufzeit, um nicht plötzlich tatsächlich Rohstoffe geliefert zu bekommen Dieser Vorgang heißt unter Fachleuten Rollen. Was harmlos klingt, hat gravierende Konsequenzen; es kann zu deutlichen Verlusten, aber auch zu Gewinnen kommen. Ist der neue Future teurer als der alte, spricht man von Contango. In dieser Situation entstehen Rollverluste, da anteilig weniger Kontrakte gekauft werden können. Aber auch der umgekehrte Fall ist denkbar: Hier ist der nächste Future billiger als der aktuelle, so dass ein Gewinn entsteht. Experten nennen das Backwardation. Jetzt erzielt der Investor positive Rollerträge. Bei einzelnen Rohstoffen können sich Backwardation und Contango abwechseln. Auch die Rohstoffindizes werden auf Basis von Futures berechnet. Spezielle Zertifikate versuchen, die negativen Effekte des Rollens weitgehend auszuschalten.





